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Börsen in Europa-Schluss: Schwacher Wochenausklang


16.11.2012
aktiencheck.de

Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Indizes gingen am Freitag in der Verlustzone ins Wochenende und knüpften damit an ihre schwache Vortagesentwicklung an. Die Kauflaune der Investoren wurde dabei auch durch schwächere Konjunkturdaten getrübt. Der EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145 / WKN 965814) verlor 1,40 Prozent auf 2.427,32 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160 / WKN 965816) gab um 1,04 Prozent nach auf 2.446,78 Zähler. Die europäischen Länderbörsen wiesen ebenfalls Abschläge aus.

Die Leistungsbilanz der Eurozone hat nach Angaben der europäischen Zentralbank (EZB) im September mit einem geringeren Überschuss abgeschlossen. So schrumpfte der saisonbereinigte Aktivsaldo auf 0,8 Mrd. Euro, nach einem Plus von 10,9 Mrd. Euro im August. Unterdessen hat die Handelsbilanz der Eurozone nach einer ersten Schätzung im September mit einem größeren Überschuss geschlossen. So wurde im Euroraum (ER17) beim Handel mit Drittländern ein Überschuss von 9,8 Mrd. Euro ausgewiesen, nach Aktivsalden von 5,2 Mrd. Euro im Vormonat und 1,7 Mrd. Euro im September 2011. Hierbei fielen die saisonbereinigten Ausfuhren auf Monatssicht um 1,1 Prozent und die Einfuhren um 2,7 Prozent. Ferner belief sich das Defizit der gesamten Union (EU27) auf 12,6 Mrd. Euro, nach einem Passivsalden von 13,2 Mrd. Euro im Vormonat und 10,9 Mrd. Euro im Vorjahresmonat. Die Exporte nahmen binnen Monatsfrist um 1,5 Prozent und die Importe um 1,7 Prozent ab.

Die Europäische Vereinigung der Automobilhersteller (ACEA) in Brüssel ermittelte für Oktober einen Rückgang bei den Auto-Neuzulassungen in der Europäischen Union (EU27). So verringerte sich die Zahl der Pkw-Neuzulassungen binnen Jahresfrist um 4,8 Prozent auf 959.412 Einheiten. In den ersten zehn Monaten 2012 fiel die Zahl um 7,3 Prozent auf 10.327.276 Einheiten. Für Deutschland, den größten Automobilmarkt in Europa, wurde im Berichtsmonat ein Zuwachs um 0,5 Prozent auf 259.529 Neuzulassungen gemeldet. Im Zehn-Monats-Zeitraum ergab sich ein Minus von 1,6 Prozent auf 2.618.327 Pkw.

In Großbritannien ging es für die Aktie des Börsenbetreibers London Stock Exchange (LSE) (ISIN GB00B0SWJX34 / WKN A0JEJF) um 0,7 Prozent nach oben. Das Unternehmen konnte im ersten Halbjahr mit einem leichten Gewinnanstieg beim bereinigten Konzernergebnis aufwarten. Beim Umsatz legte man ebenfalls zu. Insgesamt zeigte sich der Konzern mit der Ergebnisentwicklung in der ersten Jahreshälfte zufrieden. Reckitt Benckiser (ISIN GB00B24CGK77 / WKN A0M1W6) hat gestern Abend ein überraschendes Übernahmeangebot für den US-Konzern Schiff Nutrition International Inc. vorgelegt und dabei die zuletzt vom Chemie- und Pharmakonzern Bayer (ISIN DE000BAY0017 / WKN BAY001) unterbreitete Übernahmeofferte übertrumpft. Die Anteilsscheine des Reinigungsmittelherstellers verbilligen sich um 1,3 Prozent. An der Spitze des britischen Leitindex FTSE 100 gewannen IMI 1,7 Prozent. Schlusslicht war indes die Aktie von Melrose mit einem Abschlag von 11,5 Prozent.


In Paris waren Aktien des Automobilbauers Renault gefragt. Die Aktie stand mit +1,2 Prozent an der Spitze des CAC40. Größter Verlierer war indes Alcatel-Lucent mit einem Minus von 4,9 Prozent. Daneben hat der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) für zwei neue Wirkstoffe der Sanofi S.A. (ISIN FR0000120578 / WKN 920657) eine positive Bewertung abgegeben. Dabei wurde Lyxumia (lixisenatide) zur Marktfreigabe empfohlen. Das Produkt dient zur Behandlung von Erwachsenen mit Typ 2 Diabetes mellitus und wird einmal täglich verabreicht. Ferner befürwortet der CHMP eine Verkaufszulassung für ZALTRAP (aflibercept), das in Kombination mit einer Chemotherapie zur Behandlung von Erwachsenen mit metastasierenden kolorektalen Tumoren dient. Die Aktie von Sanofi verlor 0,9 Prozent.

Im schweizerischen Leitindex SMI dominierte die Farbe Rot. Leichte Zugewinne von 0,1 Prozent konnten lediglich Actelion und Adecco verzeichnen. Auf dem letzten Platz standen UBS (-2,7 Prozent), hinter Credit Suisse (-2,3 Prozent).

TNT Express (ISIN NL0009739424 / WKN A1JJP8) gaben um 0,3 Prozent vor. Der vor der Übernahme durch den US-Logistikkonzern UPS (ISIN US9113121068 / WKN 929198) stehende Konzern verlautbarte, dass man die 100 Prozent-Beteiligungen an den Fluglinien TNT Airways S.A. (TAY) und Pan Air Lineas Areas S.A. (PNR) an die ASL Aviation Group verkaufen wird.

Zahlen wurden heute aus Österreich gemeldet. Gut lief es in den ersten neun Monaten 2012 für die Österreichische Post (ISIN AT0000APOST4 / WKN A0JML5). So erzielte man ein Umsatz- und Gewinnwachstum. Der Ausblick für 2012 wurde bestätigt. Der Titel rückte als Spitzenreiter im ATX um 3,4 Prozent vor. Rosenbauer International (ISIN AT0000922554 / WKN 892502) gewannen indes im breiten Markt 3,1 Prozent an Wert. Der Feuerwehr-Ausrüster verzeichnete in den ersten neun Monaten einen Gewinnrückgang. Der Umsatz konnte gleichzeitig gesteigert werden.

Italien verbuchte beim Außenhandel im September nach Angaben der nationalen Statistikbehörde Istat einen Überschuss. So belief sich der Aktivsaldo der drittgrößten Volkswirtschaft der Eurozone auf 408 Mio. Euro. Davor war im August 2012 ein Minus von 483 Mio. Euro verbucht worden. Hierbei gingen die Exporte auf Jahressicht um 4,2 Prozent auf 31,61 Mrd. Euro zurück, während die Importe um 10,6 Prozent auf 31,20 Mrd. Euro nachgaben.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.427,32 (-1,40 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.446,78 (-1,04 Prozent) FTSE 100 (London): 5.605,59 (-1,27 Prozent) CAC40 (Paris): 3.341,52 (-1,21 Prozent) MIB (Mailand): 14.855,79 (-2,02 Prozent) SMI (Zürich): 6.508,66 (-1,00 Prozent) ATX (Wien): 2.157,01 (-0,60 Prozent) (16.11.2012/ac/n/m)



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