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Börsen in Europa am Mittag: Weiter knapp im Minus, Carrefour legen zu


20.11.2012
aktiencheck.de

Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Indizes tendieren im Dienstaghandel auch zur Mittagszeit nach den deutlichen Vortagesgewinnen schwächer. Die Anleger halten sich vor dem Sondertreffen der EU-Finanzminister zum Thema Griechenland mit Neuengagements zurück. Der EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145 / WKN 965814) verliert 0,09 Prozent auf 2.493,00 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160 / WKN 965816) gibt um 0,23 Prozent nach auf 2.496,63 Zähler. Die europäischen Länderbörsen weisen mehrheitlich Abschläge aus.

Die Wall Street dürfte heute fast unverändert in den Handel starten. So geht es für den Dow Jones Future derzeit um 0,03 Prozent nach unten. Der NASDAQ-Future legt um 0,03 Prozent zu, während sich der S&P-Future um 0,02 Prozent verbessert. Aus den USA werden heute die Baubeginne und Baugenehmigungen gemeldet.

Die US-Ratingagentur Moody's bewertet Frankreich nicht länger mit der Topnote "Aaa". So wurde die Kreditwürdigkeit der zweitgrößten Volkswirtschaft der EU um eine Note auf "Aa1" reduziert. Zudem wird der Ausblick negativ gesehen, womit eine erneute Herabstufung droht. Laut Moody's haben sich die langfristigen Wachstumsperspektiven verschlechtert. Sorgen bereiten demnach ein übergroßes Bankensystem sowie die engen Handelsverflechtungen mit den Krisenstaaten der Eurozone. Bereits zu Jahresbeginn hatte Standard & Poor's die Bonität von Frankreich auf "AA+" gesenkt.


Carrefour (ISIN FR0000120172 / WKN 852362) trennt sich von seiner Mehrheitsbeteiligung an dem indonesischen Einzelhandels-Joint Venture Carrefour Indonesia und setzt damit seine Fokussierung auf die Kerngeschäftsaktivitäten weiter fort. Die Aktie des Handelskonzerns steigt daraufhin um 1,9 Prozent. EADS (ISIN NL0000235190 / WKN 938914) geben daneben um 0,9 Prozent nach. Die deutsche Bundesregierung bereitet einem Medienbericht zufolge den Einstieg bei dem Luft- und Raumfahrtkonzern vor. Wie es unter Berufung auf informierte Kreise heißt, soll der deutsche Anteil künftig bei 12 Prozent liegen. Frankreich will laut dem Bericht seinen Anteil von 15 Prozent auf ebenfalls 12 Prozent reduzieren, Spanien soll weiterhin 5,5 Prozent an dem Konzern halten. Die Verhandlungen der drei Länder sollen dem Bericht zufolge bis Ende November abgeschlossen sein. Zudem sollen künftig Entscheidungen in einem transparenten Verfahren getroffen werden, das den Verwaltungsrat und die jährliche Hauptversammlung umfasst. Schlusslicht im CAC 40 sind zur Mittagszeit Alstom mit einem Minus von 2,1 Prozent, während sich gleichzeitig weiterhin Accor mit einem Zuwachs von 3,4 Prozent auf Platz eins der Gewinnerliste wiederfinden.

In Großbritannien fliegen easyJet (ISIN GB00B7KR2P84 / WKN A1JTC1) um 5,7 Prozent vor. Die Billigfluglinie konnte beim Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz gestiegener Treibstoffkosten zulegen, was auf erhöhte Passagierzahlen zurückzuführen war. Dabei profitierte der Konzern von einer starken Nachfrage im Spätsommer. Die Jahresdividende wurde verdoppelt.

Der Handelsbilanzüberschuss der Schweiz hat sich im Oktober nach Angaben der Eidgenössischen Zollverwaltung vergrößert. Die Handelsbilanz schloss mit einem Überschuss von 2,82 Mrd. Schweizer Franken (CHF) und fiel damit höher aus als im September mit 1,93 Mrd. CHF. Hierbei kletterten die Exporte nominal um 8,6 Prozent auf 18,59 Mrd. CHF (real: -7,7 Prozent). Die Importe stiegen binnen Jahresfrist nominal um 5,1 Prozent auf 15,77 Mrd. CHF (real: +4,6 Prozent). In der Schweiz gibt es zudem eine Nachricht von der Akquisitionsfront. Der Agrochemiekonzern Syngenta (ISIN CH0011037469 / WKN 580854) übernimmt Sunfield Seeds. Das Unternehmen mit Sitz in den USA liefert Dienstleistungen in der Produktion und Verarbeitung von Sonnenblumensaatgut in mehr als 30 Länder weltweit. Die Transaktion wird voraussichtlich bis Ende 2012 abgeschlossen. Finanzielle Details wurden nicht bekannt gegeben. Syngenta verbilligen sich um 0,5 Prozent. Daneben geht es für Großbank Credit Suisse Group (ISIN CH0012138530 / WKN 876800) als schwächster Wert im SMI um 2,5 Prozent nach unten. Die Bank informierte heute über Veränderungen in ihrer Organisationsstruktur und Geschäftsleitung, welche per 30. November 2012 in Kraft treten. Vorne rücken Richemont und Swatch Group um mehr als 1 Prozent vor.

Im österreichischen Leitindex ATX können sich im Mittagshandel RHI mit einem Wertzuwachs von 2,5 Prozent an die Indexspitze setzen. Auf dem letzten Platz verlieren unterdessen CA Immobilien Anlagen 2,7 Prozent an Wert.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.493,00 (-0,09 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.496,63 (-0,23 Prozent) FTSE 100 (London): 5.732,71 (-0,09 Prozent) CAC40 (Paris): 3.432,50 (-0,21 Prozent) MIB (Mailand): 15.212,36 (-0,63 Prozent) SMI (Zürich): 6.603,65 (-0,53 Prozent) ATX (Wien): 2.196,08 (+0,03 Prozent) (20.11.2012/ac/n/m)



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