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Börsen in Europa am Morgen: Zugewinne, EADS heben ab


06.12.2012
aktiencheck.de

Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Indizes legen am Donnerstag im frühen Handel zu. Im Blickfeld der Investoren stehen dabei die bevorstehenden Zinsentscheidungen in Europa und Großbritannien. Der Dow Jones EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145 / WKN 965814) gewinnt derzeit 0,95 Prozent auf 2.616,75 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160 / WKN 965816) steigt um 0,63 Prozent auf 2.580,68 Zähler. Die europäischen Länderbörsen tendieren fester.

Die französische Arbeitsmarktlage hat sich im dritten Quartal nach Angaben der nationalen Statistikbehörde Insee verschlechtert. So erhöhte sich die ILO-Arbeitslosenquote in Europas zweitgrößter Volkswirtschaft (ohne Überseegebiete) auf 9,9 Prozent. Im zweiten Quartal war eine Quote von 9,8 Prozent ausgewiesen worden. Ferner lag die Zahl der Arbeitslosen bei 2,8 Millionen, hieß es weiter. EADS (ISIN NL0000235190 / WKN 938914) schießen als Spitzenreiter im CAC 40 um 7,4 Prozent nach oben. Der Luft- und Raumfahrtkonzern hat bereits gestern eine grundlegende Überarbeitung der Führungs- und Aktionärsstruktur bekannt gegeben. Dabei sollen u.a. Frankreich und Deutschland neue Großaktionäre des Konzerns werden. Abhängig von der Entscheidung einer außerordentlichen EADS-Hauptversammlung wird der seit Gründung des Unternehmens im Jahr 2000 geltende Aktionärspakt aufgelöst und durch eine neue, begrenzte Vereinbarung zwischen den Regierungen Frankreichs, Deutschlands und Spaniens ersetzt. Dazu haben Frankreich, Deutschland und Spanien auf eine staatliche Höchstbeteiligung geeinigt (zwölf plus zwölf plus vier Prozent). Die drei Staaten erhalten ein wechselseitiges Bezugsrecht. Die geänderte EADS-Satzung wird ferner eine Eigentums- und Stimmrechtsbeschränkung auf 15 Prozent enthalten, die weder von Einzelaktionären noch von Aktionärsgruppen überschritten werden darf. Der Anteil der in Streubesitz befindlichen EADS-Aktien wird am Ende von etwas unter 50 Prozent auf über 70 Prozent steigen.


In Großbritannien rücken Standard Chartered (ISIN GB0004082847 / WKN 859123) um 2,4 Prozent vor. Das Kreditinstitut geht davon aus, im Geschäftsjahr 2012 erneut starke Ergebnisse zu erzielen. Wie aus einem Trading Update hervorgeht, wird der Konzern voraussichtlich 330 Mio. US-Dollar zur Beilegung von Vorwürfen seitens der US-Behörden zahlen. Standard Chartered hat bereits im dritten Quartal 2012 eine Strafzahlung in Höhe von 340 Mio. US-Dollar an das New York State Department of Financial Services ("NY DFS") geleistet. Hintergrund war der vermeintliche Verstoß gegen US-Gesetze im Zusammenhang mit Geldwäsche durch die Abwicklung von Transaktionen für iranische Kunden. Darüber hinaus rechnet der Konzern für 2012 mit einem Wachstum der Einnahmen im hohen einstelligen Prozentbereich, wobei auf Basis konstanter Währungen ein zweistelliges Wachstum erwartet wird. Der Gewinn vor Steuern dürfte im mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen. Ohne den Vergleich mit dem NY DFS wird eine Zunahme des Vorsteuergewinns im zweistelligen Bereich in Aussicht gestellt. Besser läuft es im FTSE 100 nur noch für die Anteilsscheine von Antofagasta mit einem Zugewinn von 3,2 Prozent.

Im österreichischen Leitindex ATX finden sich zur Stunde Wienerberger mit einem Wertzuwachs von 3,4 Prozent ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren wieder. Gleichzeitig notiert mit Österreichische Post lediglich ein Titel in der Verlustzone.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.616,75 (+0,95 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.580,68 (+0,63 Prozent) FTSE 100 (London): 5.918,35 (+0,45 Prozent) CAC40 (Paris): 3.617,56 (+0,75 Prozent) MIB (Mailand): 16.089,67 (+0,85 Prozent) SMI (Zürich): 6.900,94 (+0,71 Prozent) ATX (Wien): 2.344,64 (+1,14 Prozent) (06.12.2012/ac/n/m)



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