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Börsen in Europa-Schluss: Indizes beenden Handel mit Zugewinnen 11.12.2012
aktiencheck.de
Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Indizes schlossen den Handel am Dienstag mit positiven Vorzeichen ab. Der Dow Jones EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145 / WKN 965814) ging mit einem Zugewinn von 1,08 Prozent auf 2.624,03 Punkte aus dem Handel. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160 / WKN 965816) zeigte abschließend eine Verbesserung um 0,27 Prozent auf 2.598,64 Zähler. Auch die europäischen Länderbörsen präsentierten sich mit Zugewinnen.
In Großbritannien meldete der Betreiber von Hotels, Restaurants und Kaffeehäusern Whitbread (ISIN GB00B1KJJ408 / WKN A0LGB1), dass er seinen Umsatz im dritten Quartal um 14,4 Prozent steigern konnte. Auf vergleichbarer Basis wurde ein Umsatzplus von 3,3 Prozent erzielt. Besonders stark entwickelte sich die Kaffeehauskette Costa, die im dritten Quartal auf vergleichbarer Basis einen Umsatzanstieg von 7,1 Prozent erzielen konnte. Für das laufende Fiskaljahr geht der Konzern weiterhin von einem schwierigen Marktumfeld aus. Dennoch sieht sich Whitbread auf Kurs, um die Jahresziele erreichen zu können. Der Titel gewann auf Platz eins der Gewinnerliste im FTSE 100 rund 2,5 Prozent hinzu. Daneben ging es für Diageo (ISIN GB0002374006 / WKN 851247) 1,6 Prozent nach unten. Der Spirituosenhersteller hatte die Gespräche mit der JB y Compania S.A. de C.V. und der Lanceros S.A. de C.V. hinsichtlich der Zukunft der Marke Cuervo beendet. Dabei haben sich die Parteien nun darauf verständigt, die Voraussetzungen zu schaffen, um das bestehende Vertriebsabkommen Ende Juni 2013 aufzulösen. Schließlich teilte HSBC Holdings (ISIN GB0005405286 / WKN 923893) mit, dass man mit den US-Behörden eine Einigung bezüglich der Geldwäsche-Vorwürfe erzielt hat. Dabei umfasst die jüngste Einigung ein so genanntes Deferred Prosecution Agreement (DPA) mit dem US-Justizministerium. Zudem hat man sich auf eine weltweite Resolution mit allen anderen US-Regierungsbehörden verständigt, die HSBC hinsichtlich der genannten Vorwürfe untersucht haben. Eine Vereinbarung mit der britischen Finanzaufsicht Financial Services Authority (FSA) wird in Kürze erwartet. Im Rahmen der nun erzielten Einigung leistet HSBC eine Strafzahlung in Höhe von 1,92 Mrd. US-Dollar. Die Papiere des Finanzkonzerns legten 0,6 Prozent zu.
Beim schweizerischen Pharmakonzern Novartis (ISIN CH0012005267 / WKN 904278) hat sich im Werk Schweizerhalle ein Chemieunfall ereignet. Dies berichtet die "Handelszeitung" in ihrer Online-Ausgabe. Demnach wurden bei dem Unfall mit der ätzenden Flüssigkeit Thionylchlorid 13 Personen verletzt. Die Flüssigkeit war ausgetreten und hatte ein Gas freigesetzt, das zu einer Reizung der Schleimhäute führte. Sieben Personen mussten mit teilweise mittelschweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Messungen haben gezeigt, dass für die Umwelt keine Gefahr bestand, so die Zeitung weiter. Die Novartis-Aktie notierte abschließend 0,7 Prozent fester. Im schweizerischen Leitindex SMI setzten sich Anteile von Roche auf dem ersten Platz mit einem Zugewinn von 0,9 Prozent durch. Die rote Laterne ging an Transocean mit einem Minus von 0,3 Prozent.
Wienerberger (ISIN AT0000831706 / WKN 852894) hatte bereits am Montag mitgeteilt, dass man nach eingehender Analyse beschlossen hat, das Unternehmensrating durch die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) einzustellen. Zuletzt hatte S&P Anfang September das langfristige Rating von Wienerberger mit BB und stabilem Ausblick bestätigt. Die Ratingbeziehung zu Moody's (Ba2, Ausblick stabil) bleibt unverändert aufrecht. Ausschlaggebend für diesen Schritt waren Wirtschaftlichkeitsüberlegungen und die abnehmende Bedeutung von Ratings für die Emissionen von Wienerberger. Die Aktie des Baumaterialherstellers verbilligte sich als Schlusslicht im österreichischen Leitindex ATX um 1,7 Prozent. Die Gewinnerliste wurde von RHI angeführt mit einem Wertzuwachs von 3,7 Prozent.
Im französischen Leitindex CAC 40 notierten Papiere von Veolia Environnement mit einem Zugewinn von 5,7 Prozent zu Handelsende an der Indexspitze. Am anderen Ende des Index verloren Papiere von Crédit Agricole 1,2 Prozent an Wert.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.624,03 (+1,08 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.598,64 (+0,27 Prozent) FTSE 100 (London): 5.924,97 (+0,06 Prozent) CAC40 (Paris): 3.646,15 (+0,94 Prozent) MIB (Mailand): 15.585,61 (+1,51 Prozent) SMI (Zürich): 6.973,69 (+0,43 Prozent) ATX (Wien): 2.348,20 (+0,71 Prozent) (11.12.2012/ac/n/m)
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