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Porsche Ermittlungsverfahren dauert länger


24.02.2011
Ad hoc

Stuttgart (aktiencheck.de AG) - Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat gestern mitgeteilt, dass die Ermittlungsverfahren gegen zwei ehemalige Vorstandsmitglieder der Porsche SE (ISIN DE000PAH0038 / WKN PAH003), u.a. wegen des Verdachts der Marktmanipulation, länger dauern als geplant. Mit dem Abschluss der Ermittlungsverfahren ist voraussichtlich frühestens zu Beginn des Jahres 2012 zu rechnen. Der Ausgang der Ermittlungsverfahren hat Bedeutung für die zum Zwecke der Verschmelzung der Porsche SE auf die Volkswagen AG (ISIN DE0007664039 / WKN 766403) vorzunehmende Bewertung der gegen die Porsche SE wegen angeblicher Marktmanipulation geltend gemachten Schadensersatzansprüche.

Die in der Grundlagenvereinbarung vorgesehenen rechtlichen und steuerlichen Prüfungen der Verschmelzung der Porsche SE auf die Volkswagen AG werden sich dadurch voraussichtlich verzögern. Damit verringert sich aus Sicht des Vorstands auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Verschmelzung noch im Zeitplan der Grundlagenvereinbarung gelingen wird, d.h. die erforderlichen Hauptversammlungsbeschlüsse zur Verschmelzung noch in 2011 gefasst werden, von bisher 70 Prozent auf 50 Prozent. Dies hat entsprechende Auswirkungen auf die Bewertung der Put- und Call-Optionen der Porsche SE bzw. der Volkswagen AG in Bezug auf die (über einen Treuhänder) gehaltene mittelbare 50,1%-Beteiligung der Porsche SE an der Porsche AG im Konzernabschluss der Porsche SE.

Kommt es zu wesentlichen Verzögerungen des Verschmelzungsprozesses gegenüber dem Zeitplan der Grundlagenvereinbarung, sinkt nach Einschätzung des Vorstands der Porsche SE auch die Wahrscheinlichkeit eines Gelingens der Verschmelzung insgesamt.

Der Vorstand der Porsche SE geht derzeit dennoch davon aus, dass ein erfolgreicher Abschluss der o.g. Prüfungen so rechtzeitig möglich ist, dass die Verschmelzung, ggf. auch noch nach 2011, gelingen kann. (Ad hoc vom 23.02.2011) (24.02.2011/ac/n/nw)


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