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Balda legt Zahlen zum ersten Quartal 2011 vor


05.05.2011
Ad hoc

Bad Oeynhausen (aktiencheck.de AG) - Die im SDAX (ISIN DE0009653386 / WKN 965338) der Frankfurter Wertpapierbörse notierte Balda AG (ISIN DE0005215107 / WKN 521510) erwirtschaftete im ersten Quartal 2011 Umsatzerlöse in Höhe von 26,7 Millionen Euro gegenüber 26,0 Millionen Euro in der Vorjahresperiode. Das ist ein leichter Anstieg von 0,7 Millionen Euro oder 2,8 Prozent. Das operative Ergebnis des Konzerns (EBIT) lag mit minus 1,9 Millionen Euro ebenfalls besser als der Vorjahreswert (minus 2,3 Millionen Euro). Die Umsatz- und Ergebnissituation liegen im Rahmen der Planung des Konzerns für das erste Quartal 2011.

Der Balda-Konzern erreichte im ersten Vierteljahr 2011 ein positives Finanzergebnis in Höhe von 6,6 Millionen Euro nach 4,3 Millionen Euro im Vorjahr. Hierfür sind neben einer Verbesserung des Zinsergebnisses um 0,8 Millionen Euro Währungsgewinne in Höhe von 6,8 Millionen Euro aus einer internen Finanzierung verantwortlich. Das Vorsteuerergebnis landete dank des positiven Finanzergebnisses bei plus 4,7 Millionen Euro (Vorjahresperiode: 2,0 Millionen Euro).

Insgesamt verzeichnete die Balda-Gruppe nach den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres im Gesamtkonzern einen Überschuss von 4,4 Millionen Euro gegenüber 1,5 Millionen Euro in der Vorjahresperiode. Das Ergebnis pro Aktie betrug im Berichtszeitraum 7,4 Eurocent. Im Vorjahreszeitraum waren es 3,0 Eurocent.

Operativer Cash Flow nimmt deutlich zu

Bedingt durch die Verringerung des Working Capitals (kurzfristige Vermögenswerte minus kurzfristige Verbindlichkeiten) vor allem im Segment MobileCom fiel der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit mit 9,1 Millionen Euro besser aus als der Vorjahreswert mit minus 1,6 Millionen Euro. Darüber hinaus war kein Ausgleich von Verlusten notwendig. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag im ersten Quartal 2011 bei lediglich minus 0,1 Millionen Euro.

Heterogene Entwicklung der drei operativen Konzernsegmente

Das Segment MobileCom erwirtschaftete im ersten Quartal Umsatzerlöse in Höhe von 13,2 Millionen Euro gegenüber 14,2 Millionen Euro im Vorjahr. Das Segment verzeichnete im ersten Vierteljahr insgesamt ein operatives Ergebnis von minus 0,9 Millionen Euro nach einem leicht positiven operativen Ergebnis im Vorjahr. Der weiter anhaltende Preisdruck im intensiven Wettbewerb unter den Zulieferern der Mobilfunkhersteller (wie auch unter den Elektronikproduzenten) führte zu stagnierenden Umsätzen sowie geringeren Margen. Der Balda-Konzern hat Sofortmaßnahmen für eine bessere Performance eingeleitet und sucht nach einem strategischen Partner für die beiden Produktionswerke in Peking.


Das Segment Electronic Products erreichte seine Ziele im ersten Quartal. Das Segment hat seine Umsatzerlöse im ersten Quartal deutlich um 19,8 Prozent auf 6,6 Millionen Euro gesteigert (Vorjahr: 5,5 Millionen Euro). Die durchgeführten Maßnahmen zur Kostensenkung im Geschäftsjahr 2010 wirkten sich positiv aus. Das operative Ergebnis (EBIT) des Segments Electronic Products lag mit minus 0,8 Millionen Euro um 0,9 Millionen Euro besser als der Vorjahresverlust von 1,7 Millionen Euro.

Das Segment Medical lag beim Umsatz über Plan. Die Medizintechnik profitierte von den im Jahr 2010 erbrachten Vorleistungen für künftige Projekte. Das Segment erwirtschaftete im ersten Quartal 2011 Umsatzerlöse in Höhe von 6,8 Millionen Euro nach 6,2 Millionen Euro im Vorjahr. Das Segment Medical erzielte zum 31. März 2011 ein operatives Ergebnis (EBIT) von 0,3 Millionen Euro nach 0,4 Millionen Euro in der Vorjahresperiode.

Der Konzern arbeitet derzeit gezielt und konsequent am Erwerb einer substanziellen Beteiligung an einem Unternehmen im Marktsegment Medical bzw. im nahen Umfeld des Marktsegments Medical. Die Akquisitionsprozesse erreichen in Kürze den Abschluss der Due Diligence.

Eigenkapital legt weiter zu

Das Eigenkapital des Balda-Konzerns hat von 749,7 Millionen Euro zum 31. Dezember 2010 auf 816,0 Millionen Euro zum Bilanzstichtag der Berichtsperiode zugenommen. Verantwortlich war die Folgebewertung der TPK-Anteile zum 31. März 2011. Gegenläufig wirkte sich der Rückgang der Währungsumrechnungsdifferenzen aufgrund der veränderten Währungsrelationen zum Euro aus. Die Eigenkapitalquote lag zum 31. März 2011 bei 93,2 Prozent (31. Dezember 2010: 92,5 Prozent). Der Finanzmittelbestand belief sich zum 31. März 2011 auf 48,3 Millionen Euro (31. Dezember 2010: 48,9 Millionen Euro). Das Unternehmen verfügt damit auch weiterhin über eine komfortable Finanzausstattung.

Ausblick 2011

Für das Geschäftsjahr 2011 bestätigt der Vorstand seine Prognose aus dem Geschäftsbericht 2010. Der Vorstand rechnet mit Umsatzerlösen auf Vorjahresniveau und mit einem leicht positiven operativen Ergebnis (EBIT). Ohne Erträge aus einem vom Vorstand geplanten Verkauf von TPK-Anteilen wird das Vorsteuerergebnis voraussichtlich auf dem Niveau des EBIT liegen. Der Vorstand plant im Geschäftsjahr 2012 weiterhin die Ausschüttung einer attraktiven Dividende.

Bis zum Ende des ersten Halbjahres 2011 soll dem Aufsichtsrat eine entscheidungsreife Vorlage über die Akquisition im Segment Medical vorliegen. (Ad hoc vom 05.05.2011) (05.05.2011/ac/n/nw)




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