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Presse: Deutsche Postbank erwartet weitere Belastungen durch Griechenland-Exposure 10.10.2011
aktiencheck.de
Bonn (aktiencheck.de AG) - Die Deutsche Postbank AG (ISIN DE0008001009 / WKN 800100) erwartet für die Branche weitere Wertberichtigungen auf griechische Staatsanleihen.
Der bislang von den meisten Banken verbuchte Abschlag von 21 Prozent könne sich als zu niedrig erweisen, sagt Marc Heß, Finanzvorstand der Postbank, im Interview der "Börsen-Zeitung". "Aus heutiger Sicht gehen wir davon aus, dass der Wert von 79 Prozent nicht gehalten werden kann." Entsprechend dürften bei der Tochter der Deutsche Bank AG (ISIN DE0005140008 / WKN 514000) erneut Wertberichtigungen anfallen.
Heß begrüßt die aktuellen politischen Pläne zur Bankenrekapitalisierung, allerdings "müssten sie punktuell da eingesetzt werden, wo Instabilitäten auftreten, und nicht nach dem Gießkannenprinzip". Zudem hält der Finanzchef die vom Internationalen Währungsfonds bezifferten nötigen Mittel zur Rekapitalisierung des europäischen Bankensektors für deutlich zu hoch, da sie auf der Annahme eines sehr weitreichenden Zahlungsausfalls mehrerer Euro-Länder basierten.
Heß plädierte außerdem dafür, bei den europäischen Banken dem Faktor Liquidität mehr Aufmerksamkeit zu schenken. "Fast alle Banken, die in der Krise gescheitert sind, sind letztlich nicht an der Kapitalausstattung gescheitert, sondern an der Liquidität." Dass seitens der Regulatoren Liquiditätskennziffern eingeführt wurden, begrüßt er, auch wenn "noch einige Modifikationen erforderlich sind".
Unterdessen treibt die Postbank ihre Strategie der Risikominderung weiter voran. Der Anlagebestand von einst 80 Mrd. Euro ist auf rund 50 Mrd. Euro abgeschmolzen, auch das kritisch beäugte Portfolio mit strukturierten Krediten wurde um etwa zwei Drittel auf 2,2 Mrd. Euro reduziert. Durch den Abbau des Anlagebestandes werde sich der Ergebnis-Mix des Instituts verändern. Das sei Teil einer strategischen Neuausrichtung, "die ganz klar die Lehren aus der Krise enthält". Rückgänge des Handels- und des Finanzanlageergebnisses sollen durch den Ausbau des klassischen Geschäfts aufgefangen werden. "Wir werden dieses Jahr aller Voraussicht nach im Retailgeschäft ein Rekordergebnis erzielen", sagt Heß.
Die Aktie der Deutschen Postbank notierte zuletzt bei 20,56 Euro. (10.10.2011/ac/n/n)
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