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Ist Ripple über den Berg?


23.04.2021
optionsscheinecheck.de

Bad Marienberg (www.optionsscheinecheck.de) - Während viele Kryptowährungen seit dem Herbst 2020 eine Hausse erlebten, hatte Ripple lange eine schwere Zeit. Seit einigen Wochen hat der Markt das Vertrauen wiedergefunden.



Der Star ist das Netzwerk


Aktien sind aktuell meist sehr teuer, was Anleger seit einiger Zeit nach Alternativen suchen lässt. Eine chancenreiche Anlageklasse sind Kryptowährungen, was sich nicht nur an den deutlich steigenden Kursen der digitalen Coins zeigt. Auch die Aktien der Krypto-Börsen zogen zuletzt deutlich an. Im Schatten stand lange Ripple, Token eines Netzwerks, das ein Gegenmodell zum bekannten SWIFT schafft.

RippleNet soll ein globales Zahlungsnetzwerk schaffen, in dem Zahlungen schnell, kostengünstig und zuverlässig ablaufen. Einer der größten Kunden ist die spanische Santander Bank, die einen Teil ihrer internationalen Überweisungen über das Netzwerk abwickelt. Die Transferzeit im Ripple-Netzwerk beträgt etwa 5 Sekunden. American Express und UAE Exchange aus den Vereinigten Arabischen Emiraten nutzen das Netzwerk ebenfalls für Zahlungsdienstleistungen. Trotz dieser Erfolge pendelte der Kurs von Ripple lange zwischen 40 und 60 US-Cent.

Ärger mit der US-Börsenaufsicht


Grund war eine Klage der US-Börsenaufsicht SEC. Sie unterstellte, dass es sich bei den Token XRP um keine Währung handelt. Wer vermutet, dass die SEC das durch Notenbanken gesteuerte Finanzsystem gefährdet sieht, könnte richtig liegen. Mit dem Netzwerk fordert Ripple Labs einen Großen der Finanzbranche heraus: SWIFT.


Wenig hilfreich war sicherlich die in der Vergangenheit nicht immer transparente Geschäftspolitik, die Investoren zunächst vorsichtig bleiben ließ. Die SEC behauptete, XRP seien gar keine Token, sondern registrierungspflichtige Wertpapiere. Die Token wurden anders als Bitcoins nicht durch ein energiefressendes Mining geschaffen. Ripple Labs kreierte die Münzen und verwendet sie einerseits als Netzwerksspam und andererseits im Handel verschiedener Währungen als Brückenwährung.

Ohne XRP wäre also das Ripple-Netzwerk nicht nutzbar. Eine schöne Idee, einen smarten Konkurrenten für das schwerfällige System des Monopolisten SWIFT aus dem Weg zu räumen. Der Wert eines Token stürzte bis auf 17 Cent ab.

Gerichte stärken Ripple


Inzwischen haben Gerichte mehrere Klagen zugunsten von Ripple entscheiden. Ob es sich lohnt, Ripple zu kaufen, entscheidet sich am Produkt On-Demand Liquidity. Es stellt Nutzern des Zahlungsnetzwerkes Liquidität zur Verfügung. Dafür werden XRP-Token verwendet. Der Wert der Kryptowährung wird also stark vom Erfolg des Netzwerks abhängen.

Angesichts der bereits vereinbarten Partnerschaften stehen die Chancen nicht schlecht. So konnte der Kurs von Ripple im April bis fast 2 Dollar steigen. Im Vergleich zum Tief von Ende 2020 entsprach dies einem Gewinn von mehr als 1.000 Prozent.

Gelingt die Revolution bei grenzüberschreitenden Zahlungen?


Der langfristige Erfolg von Ripple entscheidet sich im Wettbewerb des Ripple Netzwerkes gegen den bisherigen Monopolisten SWIFT. Gelingt es dem Projekt, Marktanteile zu gewinnen, werden auch die Coins an Wert zulegen. Als positiv darf in diesem Zusammenhang die Beteiligung an MoneyGram gewertet werden. Das Unternehmen, an dem Ripple Labs knapp zehn Prozent der Anteile hält, ist der zweitgrößte Anbieter für internationale Geldtransfers.

Für Ripple sprechen ebenfalls die Kosten und die Geschwindigkeit der Transaktionen. Experten sehen außerdem eine gute Vermarktungsmöglichkeit für On-Demand Liquidity, denn Banken haben keinen Nachteil durch die Einführung des Systems. Kunden profitieren sogar, weil es nun möglich ist, kostengünstig Geldtransfers in die ganze Welt durchzuführen. Nicht zuletzt ist die Brückenwährung XRP nachhaltig, denn ihre Herstellung verbraucht keine Unmengen an Strom durch Mining.

Einen Nachteil im Vergleich zu anderen Kryptowährungen gibt es aber auch. Zumindest aktuell ist das Netzwerk noch nicht dezentral organisiert. Es gibt aber auch in dieser Hinsicht Pläne. (23.04.2021/oc/n/w)





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