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News - DAX 100
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13.12.2005
Presse: Springer plant rechtliche Schritte gegen Kartellamt
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Der Medienkonzern Axel Springer AG (ISIN DE0005501357/ WKN 550135) will im Falle einer Ablehnung der Übernahme des Fernsehsenders ProSiebenSat.1 Media AG (ISIN DE0007771172/ WKN 777117) durch das Bundeskartellamt rechtliche Schritte gegen die Behörde einleiten. Dies berichtet das "Handelsblatt" in seiner Dienstagausgabe.
Laut dem Bericht haben sich Springer-Chef Mathias Döpfner und der Verkäufer der Sendergruppe, Haim Saban bereits auf die Einleitung rechtlicher Schritte gegen die Wettbewerbsbehörde geeinigt, sollte das Bundeskartellamt im Rahmen der bis zum 27. Dezember laufenden Frist gegen die 4,25 Mrd. Euro schwere Übernahme entscheiden.
Dabei übte das Verlagshaus laut dem Bericht massive Kritik an dem bisherigen Vorgehen der Kartellbehörden: "Es gibt Voreingenommenheit und Willkür bei der Auswertung der Fakten". Auch von "schlampigen Recherchen" und "Ergebnissen auf dem Niveau eines Pro-Seminars" war nach Informationen der Wirtschaftszeitung in der Konzernzentrale die Rede.
"Wir führen das Verfahren auf einer sachlichen Basis", wird demgegenüber ein Sprecher des Kartellamts zitiert. Derzeit hält das Kartellamt die Übernahme von ProSieben durch den Verlagskonzern nicht für genehmigungsfähig, da sie ein "wettbewerbsloses Duopol" mit der Bertelsmann-Tochter RTL schaffen würde, hieß es.
Die Aktie von ProSieben notiert aktuell mit einem Plus von 0,19 Prozent bei 16,00 Euro, während die Anteilsscheine von Axel Springer derzeit unverändert bei 106,00 Euro notieren.
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