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15.12.2005
Presse: Kartellamtschef Böge will Übernahme von ProSieben durch Springer verbieten
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Der Präsident des Bundeskartellamts, Ulf Böge, räumt Presseberichten zufolge der umstrittenen Fernsehexpansion der Axel Springer AG (ISIN DE0005501357/ WKN 550135) kurz vor Ablauf der Genehmigungsfrist nur noch geringe Chancen ein. Der Medienkonzern strebt derzeit die Übernahme des Fernsehsenders ProSiebenSat.1 Media AG (ISIN DE0007771172/ WKN 777117) an.
Wie die "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vorab aus ihrer Freitagausgabe berichtet, erklärte Böge: "Die starke Position von Springer würde durch die Übernahme von ProSiebenSat.1 noch verstärkt, das geht kartellrechtlich nicht." Zugleich deutete Böge an, dass er damit rechne, dass Springer ein mögliches Veto der Wettbewerbshüter juristisch anfechten werde. "Wir haben offensichtlich unterschiedliche rechtliche Auffassungen. Das mögen am Ende gegebenenfalls die Gerichte entscheiden", sagte der Kartellamtschef der Zeitung. Ein von der Medienaufsicht KEK vorgeschlagener unabhängiger Fernsehbeirat für Sat.1 verbessere die Genehmigungschancen nicht, weil Springer die wirtschaftliche Kontrolle über den Sender behalten wolle, so Böge weiter. Das Kartellamt werde demnach voraussichtlich noch vor Weihnachten eine Entscheidung treffen.
Die Springer-Aktie verlor heute in Frankfurt 0,42 Prozent auf 107,00 Euro. Die Papiere von ProSiebenSat.1 schlossen heute bei 16,25 Euro (+1,12 Prozent).
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