Logo
Analysen - Ausland
31.01.2006
Erste Bank Musterdepotaufnahme
Volksbank Karlsruhe

www.optionsscheinecheck.de

Die Analysten der Volksbank Karlsruhe haben die Aktie der Ersten Bank (ISIN AT0000652011/ WKN 909943) am 23.01.2006 bei einem Kurs von 46,00 EUR in ihr Musterdepot aufgenommen.

Die Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG sei die zweitgrößte Bank Österreichs nach Bilanzsumme und das Spitzeninstitut der Sparkassen. Gegründet worden sei sie 1819 als Erste österreichische Spar-Casse nach deutschem und englischem Vorbild. Seit 1997 die bisher zweite große Sparkasse Österreichs, die GiroCredit, von der AVZ/Bank Austria übernommen worden sei, nehme die Erste Bank die Führungsrolle im Sparkassensektor ein, die seit dem Börsengang im gleichen Jahr konsequent ausgebaut werde. Gemeinsam mit den 61 Bundesländer-Sparkassen sei die Erste Bank AG Teil der österreichischen Sparkassengruppe. Neben der Zentralsparkasse der Gemeinde Wien sei sie die zweite größere Sparkasse Österreichs. Die Bank sei somit eines der wichtigsten Kreditinstitute in Zentral- und Osteuropa.

Die Ertragskraft der Erste Bank sei mit den ausgezeichneten Ergebniszahlen für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2005 erneut unterstrichen worden. Wie schon in den Vorquartalen sei auch diesmal neben der starken Performance der Tochtergesellschaften in Zentraleuropa, die positive Entwicklung im Österreichgeschäft ein wesentlicher Treiber für das Ergebniswachstum gewesen. Besonders erfreulich sei dabei, dass das üblicherweise schwächere Sommerquartal auf dem Rekordniveau des zweiten Quartals geendet habe. Besonders erfreulich sei die Entwicklung der Kosten/Ertragsrelation. Diese habe in den letzten Jahren kontinuierlich gesenkt werden können und erreiche mit nunmehr 61,8 Prozent ein akzeptables Niveau, wobei auch ein positiver Trend für die kommenden Quartale zu erwarten sei.

Am 20. Dezember 2005 habe die Erste Bank den Zuschlag für den Kauf von rund 61,88% der Banca Comerciala Romana S.A. (BCR), der größten rumänischen Bank mit 2,8 Mio. Kunden und 12.000 Mitarbeitern, um 3,751 Mrd. Euro erhalten. Diese Übernahme stelle die bisher größte Auslandsdirektinvestition der österreichischen Wirtschaftsgeschichte dar. Der vergleichsweise hohe Kaufpreis (das 5,8-fache des geschätzten Buchwerts) sei darin begründet, da nur noch wenige große Banken im Mittel- und Osteuropäischen Raum zur Privatisierung anstünden, und die Erste Bank in Rumänien bisher nur spärlich vertreten gewesen sei.

Im September 2005 seien durch die Konzernspitze die neuen Wachstumsziele für die Jahre 2006 bis 2008 bekannt gegeben worden. Trotz des ungünstigen Zinsumfeldes solle das Wachstum der Erste Bank Gruppe in Zentraleuropa und weitere Ergebnisverbesserungen in Österreich in der Zeitspanne von 2006 bis 2008 eine durchschnittliche, jährliche Steigerung des Jahresüberschusses nach Steuern und Fremdanteilen von mindestens 15 Prozent ermöglichen. Unter der Annahme, dass im Jahr 2008 die Kernkapitalquote bei 7 bis 7,5 Prozent liegen solle, werde dieses Gewinnwachstum zu einer Steigerung der Eigenkapitalverzinsung (ROE) auf 20 Prozent führen. Die Kosten/Ertragsrelation solle in der Ersten Bank Gruppe bis zum Jahr 2008 auf 57 Prozent gesenkt werden.

Die Aktie der Ersten Bank wurde am 23.01.2006 bei einem Kurs von 46,00 EUR von den Analysten der Volksbank Karlsruhe in ihr Musterdepot aufgenommen.

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



© 1998 - 2026, optionsscheinecheck.de