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Analysen - Ausland
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27.06.2001
3Com Finger weg
Die Telebörse-online
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Analysten von „die Telebörse-online“ raten Anlegern erst einmal die Finger von der Aktie 3Com (WKN 868840) zu lassen.
Schlechter als erwartet seien die Zahlen von 3Com für das 4. Quartal ausgefallen . Das Unternehmen müsse zwar noch nicht um seine Existenz fürchten, doch nachdem der weltweit agierende Netzwerkausrüster seit mehreren Quartalen wiederholt nur düstere Zahlen präsentiert habe, müsse man sich fragen, ob ein Turnaround noch möglich sei.
Zunächst die aktuellen Zahlen: Der Umsatz sei von 763 auf 468 Mio. Dollar gesunken. Der Nettoverlust habe sich von 163 auf 206 Mio. Dollar erhöht. Das Unternehmen verfüge derzeit über Barmittel von über 1,6 Mrd. Dollar. Die Gründe für den erneuten Einbruch seien seit mehreren Quartalen immer die gleichen: Aufwendungen für Lagerhaltung und Kosten für die Restrukturierung.
Ein Schwerpunkt dieses Programms sei die Einstellung unprofitabler Sparten. Erst Anfang Juni habe es die Produktion von Kabel- DSL-Modems für Endkunden getroffen. Bis zum Ende des Geschäftsjahres will 3Com eine Milliarde Dollar einsparen, berichten die Analysten von „Die Telebörse-online“. Wie viel davon bereits erreicht worden sei, habe CEO Bruce Claflin nicht mitgeteilt. Es heiße nur, man mache „gute Fortschritte“.
An neuen Produkten habe 3Com bisher noch nicht viel zu bieten. Ende Mai sei die weltweite Verfügbarkeit einer Bluetooth-PC-Karte angekündigt worden. Doch dieser Markt sei im Moment noch nicht bedeutsam. Zur zukünftigen Ausrichtung habe sich Claflin folgendermaßen geäußert: Man werde sich stärker auf das Geschäft mit größeren Unternehmen, Telefonkonzernen und Internet-Providern konzentrieren. Den Verkauf von Geräten für Heimanwender wie z.B. ein Internet-Radio oder ein flaches Web-Terminal schätze Claflin eher zurückhaltend ein, weil der Markt noch nicht reif dafür sei. Zukunftsträchtig sei aber das Telefonieren über das Internet sowie die Hochgeschwindigkeits-Netzwerk-Technologie Gigabit Ethernet.
Weil sich ein Durchbruch bei der Restrukturierung noch nicht abzeichnet, sollte der Anleger vorerst die Finger von dieser Aktie lassen, raten die Analysten von „Die Telebörse-online“.
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