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Analysen - Ausland
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28.07.2006
DSM Downgrade
HypoVereinsbank
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München (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der HypoVereinsbank, Andreas Heine, stuft die Aktie von DSM (ISIN NL0000009827/ WKN A0JLZ7) von "neutral" auf "underperform" zurück.
Das Unternehmen habe seine Zahlen für das zweite Quartal 2006 veröffentlicht, welche im Rahmen der Markterwartungen gelegen hätten. Dagegen stelle das DSM-Management für das dritte Quartal ein rückläufiges EBIT in Aussicht. Als externe Faktoren würden die Analysten ein fühlbares Sommerloch und weiter anziehende Rohstoffkosten ausmachen.
Aber auch interne Gründe dürften für die gedämpften Perspektiven verantwortlich sein. So gebe es bei Nutrition mehrere Anlagestillstände, ein Ende der Lohnfertigung von Phytase und es sei ein Lagerabbau bei den Kunden auszumachen. In der Division Performance Materials würden Anlaufkosten bei Dyneema belasten. Im Pharma-Bereich dürfte es ein geringeres Projektgeschäft im dritten Quartal 2006 geben. In der Industrial Chemicals-Sparte komme es zum Stillstand der Melamin-Anlage. Vor diesem Hintergrund hätten die Wertpapierexperten ihre EBIT-Prognose für das dritte Quartal von 210 auf 190 Mio. Euro reduziert. Für das vierte Quartal 2006 stelle die DSM-Geschäftsführung dagegen wieder ein steigendes EBIT in Aussicht.
Der Ausblick eines rückläufigen Ergebnis in Q3/06, dem Kostendruck durch die Rohstoffpreise bei geringerer Durchsetzbarkeit von Preiserhöhungen würden auf ein schwierigeres Umfeld hindeuten. Da auch in den nichtzyklischen Sektoren Nutrition und Pharma der Preisdruck anhalte, werde es dem Aktienkurs schwer fallen, verlorenes Terrain zurückzugewinnen.
Vor diesem Hintergrund nehmen die Analysten der HypoVereinsbank ein Downgrade der DSM-Aktie von "neutral" auf "underperform" vor und passen das Kursziel von 36,50 auf 34,00 Euro an. (28.07.2006/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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