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Analysen - Ausland
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08.08.2001
Royal Bank of Scotland kaufen
Hornblower Fischer
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Royal Bank of Scotland (RBOS) (WKN 865142) konnte im abgelaufenen Halbjahr den Reingewinn gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 41% auf 1,104 Mrd. GBP oder einen Gewinn je Aktie auf 41,1p steigern, berichten die Analysten von Hornblower Fischer.
Begünstigt wurde das Ergebnis durch höhere Erträge von der im vergangenen Jahr erworbenen National Westminster sowie deutlich rückläufiger Kosten. Die Gesamterträge hätten sich gegenüber dem 1. Halbjahr 2000 um 14% auf 6,822 Mrd. GBP erhöht. Laut dem Institut würden die Zinsmargen unverändert bei drei Prozent verharren. Deutliche Fortschritte habe RBOS hingegen beim Cost/Income-Ratio erzielt. Während sich diese Kennziffer bei Lloyds TSB leicht auf 43,8% ermäßigte, habe RBOS das Effizienz-Ratio deutlicher auf 48,1% (55,7%) zurückführen können. Positiv sei, dass sich die Übernahme von NatWest nicht nur auf der Ertrags-, sondern vor allem auf der Kostenseite nennenswerte Synergien heben konnte. So habe die Bank mit 302 Mio. GBP bereits im 1. Halbjahr den Hauptanteil der für Ende 2001 erhofften Ertragssteigerungen von 350 Mio. GBP erzielt.
Bei den Kosten hingegen habe das Institut in der ersten Hälfte 875 Mio. GBP der für das Jahresende geplanten 900 Mio. GBP einsparen können. Vor dem Hintergrund der schwierigen konjunkturellen Bedingungen habe sich CEO George Mathewson zuversichtlich gezeigt, weitere Performancesteigerungen erzielen zu können. Grund dafür solle der flexible und diversifizierte Businessmix sein. Obgleich die Aktie von Royal Bank of Scotland seit Jahresanfang besser als der britische Bankenindex abgeschnitten habe, gehen die Analysten von Hornblower Fischer davon aus, dass diese Outperformance vor allem unter Berücksichtigung der überdurchschnittlichen Performance aller Divisionen sowie der erzielten Synergieeffekte weiter anhalten werde. Der Aufwärtstrend könnte zudem beim Überschreiten des Widerstandes bei 1700p zusätzlich an Dynamik gewinnen.
Somit empfehlen die Analysten von Hornblower Fischer das Papier in einer erstmaligen Einschätzung zum Kauf.
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