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Analysen - Neuer Markt
31.08.2001
Nexus akkumulieren
LB Baden-Württemberg

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Mirko Maier und Uwe Barth, Analysten der Landesbank Baden-Württemberg, bewerten die Nexus-Aktie (WKN 522090) mit akkumulieren.

Unter der Leitidee "providing e-Health solutions" entwickele und vertreibe die Nexus AG mit MedFolio ein medizinisch-klinisches Informationssystem für das Gesundheitswesen. Mit der Beteiligung an Inovit (55,3%) decke das Unternehmen den Bereich der Radiologie ab.

Nach den positiven Ergebnissen von Nexus im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2001 seien die Resultate im zweiten Quartal unter den Erwartungen ausgefallen. Man habe zwar durchaus mit einem erneuten negativen Quartalsergebnis, aufgrund verstärkter Marketing- und Vertriebsanstrengungen, gerechnet, dass dies durch fehlende Umsätze forciert werden könnte, habe jedoch außerhalb der Erwartung gelegen. Nach Umsatzerlösen von 5,7 Mio. Euro im ersten Quartal habe Nexus im zweiten noch 3,4 Mio. Euro realisiert. Insbesondere die Schwäche im neu geschaffenen Servicebereich Nexus.IT mit einem Umsatz von 1,2 Mio. Euro im zweiten Quartal nach 2,9 Mio. Euro im ersten, sei für das negative Ergebnis in Höhe von minus 0,8 Mio. Euro verantwortlich. Die Softwarelösungen MedFolio und INO-RMS hätten hingegen planmäßig 2,1 Mio. Euro zum Umsatz beigetragen.

Das Unternehmen habe seine Planungen für das Gesamtjahr 2001 beim Umsatz mit rund 29,1 Mio. Euro und beim Jahresüberschuss mit knapp 0,6 Mio. Euro trotz der Ergebnisse des ersten Halbjahres nicht revidiert. Hinsichtlich der Softwareerlöse teile man die Zuversicht des Unternehmens. Das Neukundengeschäft habe über 70% zu den Lizenzerlösen im ersten Halbjahr beigetragen und untermauere damit die Attraktivität der Nexus-Produkte. Die im ersten Halbjahr forcierte Entwicklung neuer MedFolio-Produktversionen, die planmäßig im laufenden zweiten Halbjahr in den Markt eingeführt würden, dürften zusätzlich erste Lizenzerlöse generieren. Mit der abgeschlossenen Internationalisierung und Standardisierung der Kardiologie-Lösung sollten aus der Vertriebskooperation mit MDS Nordion weitere Umsatzimpulse resultieren. Angesichts der bislang erzielten Serviceerlöse der drei Nexus.IT-Gesellschaften habe man hingegen die Jahresplanung nach unten revidiert. Die vom Unternehmen eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen dürften zwar das Ergebnis des dritten Quartals negativ tangieren, auf Jahresbasis jedoch kompensiert werden können.

Man revidiere aufgrund der mageren Serviceerlöse die Umsatzprognose nach unten, behalten die Ertragsprognose jedoch bei. Hierfür sprächen die eingeleiteten Kostensenkungsbemühungen und der höhere Anteil des margenstärkeren Lizenzgeschäftes. Die Experten der LBBW stufen die Nexus-Aktie weiterhin mit akkumulieren ein.



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