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Analysen - Nebenwerte
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05.02.2007
Balda akkumulieren
AC Research
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Westerburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst Henning Wagener von AC Research empfiehlt weiterhin, die Aktien von Balda (ISIN DE0005215107/ WKN 521510) zu akkumulieren.
Der Verlust im abgelaufenen Geschäftsjahr 2006 werde wahrscheinlich am oberen Rand der bisherigen Erwartungen liegen.
Dies habe der Vorstandschef Joachim Gut in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" verlauten lassen. So werde mit einem Verlust in Höhe von 50 Millionen Euro gerechnet. Der Verlust resultiere vornehmlich aus verlorenen Aufträgen von BenQ und Nokia. In Anbetracht des hohen Verlustes werde auch für 2006 keine Dividende ausgeschüttet werden.
Die Aussichten für das laufende Geschäftsjahr 2007 seien aber viel besser. So solle die Gesellschaft die berührungsempfindlichen Bildschirme für das neue Apple-Handy liefern. Im laufenden Geschäftsjahr 2007 wolle das Unternehmen daher im Geschäftsbereich Touchscreenlösungen, der erst im letzten Jahr durch die Gründung der TPK erschlossen worden sei, einen Umsatz in Höhe von 300 bis 350 Millionen Euro und einen Vorsteuergewinn von bis zu 35 Millionen Euro erwirtschaften. Durch den Apple-Auftrag erscheine diese Zielmarke nunmehr erreichbar. Im Gesamtunternehmen inklusive des bisherigen Kerngeschäftes werde mit einem Umsatz von rund 650 Millionen Euro und einem Vorsteuergewinn zwischen 50 und 55 Millionen Euro gerechnet. Auf Basis der wahrscheinlich erfreulichen Entwicklung im Bereich Touchscreenlösungen erscheine diese Zielvorgabe erreichbar.
Ab 2008 könne allerdings in Anbetracht der fortschreitenden Marktsättigung eine Abschwächung des Marktes für mobile Endgeräte keinesfalls ausgeschlossen werden. Gleichzeitig sehe man aber für den Bereich Touchscreenlösungen noch hohe Wachstumspotenziale. So erscheine es durchaus möglich, dass Apple mit seinem Handy einen neuen Trend einleite. Daher sei es nicht unwahrscheinlich, dass zukünftig andere Anbieter vermehrt bei Mobiltelefonen auf Touchscreenlösungen setzen würden. In Anbetracht des wichtigen Apple-Referenzauftrages erscheine es durchaus wahrscheinlich, dass Balda dann erneut zum Zuge kommen könne.
Beim Freitagsschlusskurs von 8,83 Euro erscheine das Unternehmen mit einem KGV 2007e von rund 11 weiterhin relativ moderat bewertet. Als möglichen Risikofaktor sehe man eine möglicherweise länger als geplant dauernde Restrukturierung des Kerngeschäftes. So seien hier Verhandlungen über einen beabsichtigten Stellenabbau in Deutschland zunächst gescheitert. Gleichzeitig verfüge die Gesellschaft aber auch über eine latente Übernahmefantasie. So habe die Investmentfirma Audrey Capital nach einem gescheiterten Übernahmeversuch bekräftigt, weiter an Balda interessiert zu sein. Im September 2006 habe Audrey knapp 8 Euro je Balda-Aktie geboten. In Anbetracht der verbesserten Zukunftsperspektiven erscheine es durchaus möglich, dass Audrey ein neues und deutlich höheres Angebot abgeben werde.
Die Analysten von AC Research empfehlen weiterhin, die Aktien von Balda zu akkumulieren. (05.02.2007/ac/a/nw)
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