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Analysen - Ausland
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09.10.2001
Barclays "buy"
Merrill Lynch
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Wertpapierspezialisten von Merrill Lynch raten den Anlegern zum Kauf der Aktie des britischen Bankenkonzerns Barclays (WKN 850403).
Matt Barrett, ein Mitglied des Managements von Barclays, habe eine inspirierende Präsentation abgehalten, in der er erneut betont habe, dass seine Prognosen für die mittelfristige Entwicklung des Bankenkonzerns "vorsichtig, aber nicht pessimistisch" seien, obwohl er durchaus zur Kenntnis nehmen würde, dass die internationalen Börsen zur Baisse tendieren würden und derzeit besonders viel Fingerspitzengefühl bei der Einschätzung von Kreditrisiken gefragt sei. In seiner Präsentation habe der Manager 5 Triebfedern für eine positive Entwicklung des Marktsektors Finanzdienstleistungen besonders hervorgehoben und die Stärke von Barclays auf jedem dieser Gebiete unterstrichen. Zum ersten habe er hier eine kontinuierliche Konsolidierung und globale Expansion genannt.
Die zweite Triebfeder sei der technologische Fortschritt. Hier würden diejenigen zu den Gewinnern gehören, die sich am schnellsten anpassen könnten. Als Drittes hätte Barrett die Markendifferenzierung und als Viertes eine zunehmende Konzentration des Sektors Vermögensmanagement auf die große Masse der wohlhabenden Bevölkerungsschichten genannt. Die fünfte Triebfeder sei der wachsende Schwerpunkt der Wertschöpfung auf der Distribution.
Zum Thema "Übernahmen" habe der Konzern entschieden betont, dass das Wachstum von Barclays nicht allein auf Fusionen und Übernahmen gegründet sei, sondern dass ein wichtiges Ziel des Unternehmens die Erzielung von weltweiten Profiten durch organisches Wachstum sei. Ideale Übernahme- und Fusionskandidaten müßten Barclays wirtschaftliche Werte zuführen, die Entwicklung des Konzerns beschleunigen und außerdem hinsichtlich der Gesetzgebung, der Unternehmenskultur und des Managements zu der Unternehmensphilosophie von Barclays passen. In diesem Zusammenhang hätte Barclays die besondere Attraktivität spanischer, portugiesischer und französischer Unternehmen betont. Frühere Übernahmen wie Woolwich und das Joint Venture Legal & General hätten Gewinne oberhalb der Erwartungen des Managements erzielt.
Die Division Barclays Kapital würde sich sehr stark entwickeln und die Analysten würden kommende Entwicklungen bei Barclays Private Clients (Vermögensmanagement für Privatanleger) mit Spannung erwarten. Die Initiative des Unternehmens zur Kostenkontrolle würde energisch fortgesetzt. Das EPS des Konzerns würde im Fiskaljahr 2001 bei 158,98 britischen Pence erwartet und könnte sich im Geschäftsjahr 2002 auf 169,31 britische Pence steigern.
Vor dem Hintergrund dieser Analyse empfehlen die Investmentbanker von Merrill Lynch den Kauf der Barclays-Aktie.
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