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Analysen - Ausland
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18.10.2001
J.P. Morgan Chase "reduce"
SEB
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Analysten der SEB stufen die Aktie J.P. Morgan Chase (WKN 850628) auf "reduce" und sehen zunächst ein Rückschlagrisiko bei 32 US-Dollar.
Die drittgrößte US-Bank habe im 3. Quartal 2001 einen Gewinneinbruch von 27% hinnehmen müssen. Infolge der schwachen Konjunktur und der anhaltenden Flaute an den Kapitalmärkten sei der Gewinn im abgelaufenen Quartal auf 1,04 Mrd. US-Dollar bzw. 51 Cents je Aktie (nach 1,42 Mrd. US-Dollar bzw. 70 Cents) gefallen.
Dies habe zwar die Mitte der Analysten-Erwartungen getroffen, die im Vorfeld eine große Gewinnspanne von 39 – 66 Cents in den Markt gelegt hätten. Diese breite Ertragsschätzung sei allerdings bezeichnend für JPM, zumal die Großbank die zurückliegende Fusion noch nicht ganz abgearbeitet habe und jetzt angesichts des stärkeren Konjunkturrückgangs noch dramatischer als bisher erwartet getroffen werde.
JPM selbst sehe auch für das laufende Quartal keine Basis für eine Besserung. Dennoch sei der Konzern auf mittlere Sicht gut aufgestellt und präpariere sich für den nächsten Aufschwung. Die Fusion dürfte bis dahin erledigt sein. Weitere Synergieeffekte seien zu erwarten. Die Bank habe in der Vergangenheit auch immer bewiesen, dass sie Kosten schnell in den Griff bekommen könne.
Die im Markt liegenden durchschnittlichen Gewinnprognosen dürften deutlich zu hoch sein. Die SEB-Analysten erwarten in der Folgezeit Down-Ratings von diversen Analysten-Häusern. Die ersten Analysen seien bereits erfolgt. Prudential Bache z.B. reduziere den GpA für 2001 auf 2,05 US-Dollar (nach bisher 2,25 US-Dollar), würden aber bei 2,60 US-Dollar für 2002 bleiben. Mit einem KGV von nun 16,9 bzw. 13,3 sei die Aktie im historischen Vergleich hiermit nicht mehr preiswert.
Da kurzfristig die Risiken überwiegen, bestätigen die SEB-Analysten somit das "reduce"-Rating vom Juli. Das Rückschlagsrisiko sehe man zunächst bei 32 US-Dollar.
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