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Analysen - Nebenwerte
12.06.2007
Balda Downgrade
AC Research

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Westerburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst Henning Wagener von AC Research senkt sein Rating für die Aktien von Balda (ISIN DE0005215107/ WKN 521510) von zuvor "akkumulieren" auf jetzt "halten".

Die Gesellschaft habe bereits Anfang Mai Zahlen für das erste Quartal 2007 bekannt gegeben.

Demnach habe das Unternehmen in diesem Zeitraum in den fortgeführten Bereichen einen Umsatzrückgang um 22,4% auf 63,1 Millionen Euro hinnehmen müssen. Der Vorsteuerverlust habe sich dabei auf 4,9 Millionen Euro belaufen. Im entsprechenden Vorjahresquartal sei noch ein vergleichbarer Vorsteuergewinn in Höhe von 6,6 Millionen Euro verzeichnet worden. Einschließlich Minderheitenanteile und Steuererstattungsansprüche habe sich nach einem Vorjahresquartalsgewinn in Höhe von 4,2 Millionen Euro diesmal ein Verlust in Höhe von 1,9 Millionen Euro ergeben.

Die vorgelegten Zahlen seien nach Ansicht der Analysten von AC Research enttäuschend ausgefallen. Dabei sei das schwache Abschneiden im Wesentlichen durch die BenQ-Insolvenz und die Verlagerung der Produktion führender Mobiltelefonhersteller nach Asien verursacht worden. Auf der Gewinnseite sei das Ergebnis zudem durch Investitionen in Asien mit planmäßig erhöhten Abschreibungen auf Sachanlagen und ihren Finanzierungskosten belastet worden.

Für das Gesamtjahr 2007 rechne die Konzernleitung weiterhin mit einem Umsatz zwischen 600 und 650 Millionen Euro und einem Vorsteuergewinn in Höhe von 50 bis 55 Millionen Euro. Der Gewinn je Aktie solle entsprechend bei mehr als 0,90 Euro liegen.

Nach Ansicht der Analysten von AC Research würden die Planzahlen auf Basis des enttäuschenden Abschneidens im allerdings saisonal schwachen ersten Quartal 2007 ambitioniert erscheinen. So werde das Erreichen der Planvorgaben ganz entscheidend vom zweiten Halbjahr 2007 abhängen. Knapp die Hälfte des Planumsatzes für 2007 werde von Kunststoffoberschalen abhängen. Hier herrsche derzeit scheinbar ein hoher Margendruck. Daher müsse Balda in den kommenden Quartalen unter Beweis stellen, dass mit dem Einstieg in die Touchscreenproduktion höhere Margen erzielt werden können. In diesem Bereich wolle die Gesellschaft nach früheren Angaben bei einem Umsatz zwischen 300 und 350 Millionen Euro einen Vorsteuergewinn von bis zu 35 Millionen Euro erwirtschaften.

Beim gestrigen Schlusskurs von 10,75 Euro erscheine das Unternehmen mit einem KGV 2007e von gut 13 in Anbetracht der vorhandenen Unsicherheiten ausreichend bewertet. Anfang Mai sei der Technikvorstand Ralf Ackermann aus der Gesellschaft ausgeschieden. Im Gegenzug seien den regionalen CEOs weitere Aufgaben zugeteilt worden. Die Analysten würden aber nicht davon ausgehen, dass diese Maßnahme eine Auswirkung auf die Zusammenarbeit mit Apple haben werde. Balda gelte unter Insidern als der Lieferant für die Touchscreentechnologie des neuen iPhones von Apple. Dieses solle im Sommer in den USA eingeführt werden.

Die Analysten von AC Research senken ihr Rating für die Aktien von Balda von zuvor "akkumulieren" auf jetzt "halten". (Analyse vom 12.06.2007) (12.06.2007/ac/a/nw)



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