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Analysen - Nebenwerte
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03.07.2007
Schmack Biogas kaufen
Geldanlage-Report
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www.optionsscheinecheck.de
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Gerbrunn (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom "Geldanlage-Report" raten zum Kauf der Schmack Biogas-Aktie (ISIN DE000SBGS111/ WKN SBGS11).
Vorstand Ulrich Schmack sei bereits 1995 in den damals völlig neuen Biogas-Bereich eingestiegen. Nach schwierigen Jahren sei 2006 der Durchbruch gelungen!
Die verbesserte staatliche Förderung von Biogasanlagen sei der Schlüssel dazu gewesen. Die Einspeisevergütung sei auf bis zu 21,2 Cent pro eingespeister Kilowattstunde Strom angehoben worden. Ebenfalls wichtig: Stromnetzbetreiber seien verpflichtet worden, Anlagen, die den Richtlinien des Erneuerbare Energien-Gesetzes entsprechen würden, bevorzugt ans Netz anzubinden.
Damit werde der mögliche Einsatzbereich vervielfacht. Denn zuvor sei Biogas fast ausschließlich zur dezentralen gekoppelten Strom- und Wärmeerzeugung in Blockheizkraftwerken vor Ort genutzt worden.
Inzwischen werde das Biogas immer öfter aufbereitet und ins Erdgasnetz eingespeist. So würden Anlagen auch an Standorten ohne Wärmeabnehmer vor Ort Sinn machen.
Aber zurück zu Schmack: Der Börsengang des Unternehmens 2006 habe sich von Anfang an zur Erfolgsgeschichte entwickelt. Den von Analysten ursprünglich prognostizierten Umsatz von 75 Millionen Euro hätten die Oberpfälzer mit 90 Millionen Euro locker übertroffen. Das sei eine Steigerung um 164 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewesen. Rechne man einen belastenden steuerlichen Sondereffekt heraus, habe man beim Ergebnis vor Steuern und Zinsen mit 5,6 Millionen Euro eine Punktlandung geschafft. 2007 sollten es bereits mindestens 10 Millionen Euro werden.
Dennoch: Die Profitabilität sei noch so etwas wie der Pferdefuß bei Schmack. Weil in der Bewertung der Aktie, die sich zwischenzeitlich innerhalb weniger Monate verdoppelt habe, bereits viel Hoffnung und Zukunftsfantasie enthalten gewesen sei, sei es zuletzt zu deutlichen Kursverlusten gekommen. Anleger hätten eine noch bessere Prognose erwartet.
Doch Anleger sollten bei dem Öko-DAX-Wert perspektivisch denken: Im aktuell rasant wachsenden Markt gehe die Gewinnung von Marktanteilen und der Zukauf von Technologie gegenüber der kurzfristigen Profitabilität vor. Denn Konkurrent EnviTec mache Schmack die Marktführerschaft streitig.
Dennoch sehe Ulrich Schmack gute Chancen, die EBIT-Marge von rund 5 auf 10 Prozent zu erhöhen. Der entscheidende Schachzug dabei: Künftig sollten 20 Prozent der von der Firma gebauten Biogasanlagen mit Partnern auch selbst betrieben werden. Bei diesen Projekten sollten die Margen dann deutlich höher liegen.
In Punkto Technologie seien bereits wichtige Schritte gelungen: Die Übernahmen von Hese Biogas, Stelzenberger und CarboTech hätten das Know-How des Unternehmens enorm verbessert. Kritisch sei der Punkt Auslandsexpansion. Hier scheine Konkurrent EnviTec bereits einen Schritt weiter.
Halte Schmack die Prognosen ein, ist das Unternehmen mit einem 2008er-KGV von knapp 23 nicht zu teuer.
Nach dem Rücksetzer ist die Schmack Biogas-Aktie nach Meinung der Experten vom "Geldanlage-Report" nun ein Kauf! (Analyse vom 03.07.2007) (03.07.2007/ac/a/nw)
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