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Analysen - TecDAX
15.08.2007
QSC halten
AC Research

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Westerburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst Henning Wagener von AC Research senkt sein Rating für die Aktien von QSC (ISIN DE0005137004/ WKN 513700) von zuvor "akkumulieren" auf jetzt "halten".

Die Gesellschaft habe vorläufige Zahlen für das abgelaufene zweite Quartal 2007 bekannt gegeben.

Demnach habe das Unternehmen in diesem Zeitraum die Umsatzerlöse im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode um 41% auf 79,6 Millionen Euro steigern können. Beim Bruttoergebnis sei ein Zuwachs um 49% auf 29,1 Millionen Euro verzeichnet worden. Das EBITDA habe sich gleichzeitig um 166% auf 10,9 Millionen Euro erhöht. Die EBITDA-Marge habe somit auf 14% verdoppelt werden können. Die Investitionen hätten sich um 7 Millionen Euro auf 18,7 Millionen Euro erhöht. Bei den Abschreibungen sei ein Zuwachs um 51% auf 10,4 Millionen Euro zu verzeichnen gewesen, da der Großteil der kundenbezogenen Investitionen kurzfristig abgeschrieben werde. Insgesamt sei das Konzernergebnis im abgelaufenen Quartal um 3,6 Millionen Euro auf 0,5 Millionen Euro gestiegen.

Das stärkste Umsatzwachstum habe die Gesellschaft im abgelaufenen Quartal im Bereich Wiederverkäufer erzielt. So sei hier ein Zuwachs um 162% auf 27,8 Millionen Euro verzeichnet worden. In den Bereichen Groß- und Geschäftskunden habe ein Umsatzzuwachs von 16 bzw. 21% verzeichnet werden können. Insgesamt habe sich damit der Umsatzanteil der der strategischen Segmente von 77% auf nunmehr 84% erhöht. Dabei sei zu berücksichtigen, dass die Geschäftsentwicklung in Folge des Streiks bei der Deutschen Telekom beeinträchtigt worden sei.

Die vorgelegten Zahlen hätten insgesamt leicht unter den Erwartungen der Analysten von AC Research gelegen. Leicht negativ werte man die relativ verhaltene Entwicklung im wichtigen Großkundengeschäft. Positiv sei allerdings die Entwicklung im Wholesalegeschäft verlaufen. Aufgrund des Streikes bei der Deutschen Telekom könne die Gesellschaft zudem den geplanten Netzausbau auf knapp 2.000 Hauptverteiler voraussichtlich erst im ersten Quartal 2008 beenden. So sei es durch den Streik zu Verzögerungen bei der Bereitstellung von Vorleistungen gekommen.

Für das Gesamtjahr 2007 rechne die Konzernleitung nunmehr mit einem Umsatz von mehr als 350 Millionen Euro und einem EBITDA zwischen 50 und 60 Millionen Euro. Die Schätzung für den Nettogewinn sei gleichzeitig von zuvor 15 bis 25 Millionen Euro auf nunmehr rund 15 Millionen Euro gesenkt worden. Ursächlich hierfür seien vor allem der Preisdruck im klassischen Sprachgeschäft sowie höhere Abschreibungen. Letztere würden aufgrund des unerwartet raschen Kundenwachstums bei von QSC mit Breitbandleistungen belieferten DSL-Anbietern anfallen.

Beim gestrigen Schlusskurs von 4,25 Euro erscheine das Unternehmen auch nach den Kursverlusten der vergangenen Wochen in Anbetracht der gesenkten Guidance für das Gesamtjahr 2007 vorerst mit einem KGV 2007e von knapp 39 ausreichend bewertet. Die größten Wachstumspotenziale sehe man für die Gesellschaft auch in den kommenden Quartalen im Bereich Wiederverkäufer. Allerdings werde sich der Margendruck bei den Wiederverkäufern voraussichtlich fortsetzen. Negativ werte man den Preisdruck im klassischen Sprachgeschäft. Gleichzeitig sei es für die weitere Unternehmensentwicklung auch besonders wichtig, dass es QSC gelinge, das Unternehmenskundengeschäft wieder verstärkt anzukurbeln.

Die Analysten von AC Research senken ihr Rating für die Aktien von QSC von zuvor "akkumulieren" auf jetzt "halten". (Analyse vom 15.08.2007)
(15.08.2007/ac/a/t)



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