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Analysen - Neuer Markt
17.08.1999
Tepla kaufen
AC Research

www.optionsscheinecheck.de

Die Analysten von AC Research raten dem Anleger derzeit zum Kauf von Aktien der Tepla AG (WKN 746100).

Die Aktien der TePla AG, seit dem 21. Juni am Neuen Markt in Frankfurt notiert, würden sich seit dem sehr guten Börsenstart, mit damals schnellen Kursgewinnen von über 60 Prozent binnen einer Woche, in einem Abwärtstrend befinden, der die Papiere des weltweit führenden Plasmasysteme-Herstellers wieder in etwa auf das Niveau des Ausgabepreise von 10,25 Euro gedrückt habe.
Nach Einschätzung der Anlageexperten ergebe sich hieraus aus fundamentaler Sicht eine erstklassige Einstiegsgelegenheit, zumal sich weder die Geschäftsaussichten noch die Planzahlen des Unternehmens seitdem verschlechtert hätten.

Plasma, das durch den Beschuss von Sauerstoff mit Mikrowellen entstehe, biete bei der Reinigung und der Behandlung von Oberflächen einige entscheidende Vorteile gegenüber konventionellen oder mechanischen Methoden. Da Plasmasysteme jedoch noch wenig verbreitet und oftmals sogar noch kaum bekannt seien, biete sich dem Unternehmen ein entsprechend großes Marktpotential, da in immer mehr Branchen die Verwendung von Kleinstbauteilen die Unternehmen zu neuen Methoden der Materialbearbeitung, -reinigung und Ausschussverringerung zwinge. TePla dürfte hier besonders profitieren, da man bei der bahnbrechenden Plasmatechnik dank seiner fast 20jährigen Erfahrung in diesem Bereich über einen ausreichenden technologischen Vorsprung verfüge, zumal es auch nur wenig große Konkurrenten für die Münchner gebe, die sich meistens sogar erst im Produktentwicklungs- bzw. –einführungsstadium befinden würden.

Die ehemalige Tochterfirma des Jenaer Jenoptik-Konzerns sei in vier attraktiven Geschäftsbereichen tätig, die allesamt für die Zukunft großes Wachstum versprechen:

- In der größten Sparte „Halbleiter“ zeichneten sich die Plasmasysteme von TePla durch eine schnellere, sauberere und umweltschonendere Entfernung von Fotolackmasken, Reinigung von Sliziumscheiben sowie Endreinigung der Chips aus. Diese Vorteile beruhten auf der Eigenschaft des Plasmas nur organische Abfallstoffe, nicht aber die anorganischen Bauteile zu binden, wobei dies alles, anders als bei allen herkömmlichen Methoden, ohne den Einsatz giftiger Stoffe passiere. Die Produktpalette werde hier durch den Vertrieb von Laser-Meßgeräten zur Produktionskontrolle abgerundet.

- Im Bereich „Oberflächenbehandlung“ verschafften die Plasmasysteme Kunststoffen auf effiziente und kostengünstige Weise eine höhere Haftbarkeit, was sich vor allem die Automobilindustrie, in Zukunft aber höchstwahrscheinlich auch die Medizin- und die Optiktechnik, zu Nutze machen werde.

- Der noch kleine Bereich „Leiterplattentechnik“ unterstütze Chiphersteller bei der Reinigung von Bohrlöchern sowie bei den Bohrungen selbst, da Plasmasysteme hochpräzise Bohrungen durchführen könnten, die selbst mit der feinsten Mechanik nicht erreicht werden können.

- Schließlich habe TePla eine eigene Service-Sparte, in der speziell geschultes Personal den Kunden auch über die Erstinstallation hinaus zur Seite stehe, was bereits zum Abschluss umfassender Wartungsverträge geführt habe.

Für die Zukunft habe sich TePla ganz klar das Ziel gesetzt, „Platzhirsch“ im Markt für Plasmasysteme zu werden, was dank des bereits vorhandenen technologischen Vorsprungs und der prall gefüllten Kriegskasse erreichbar erscheine. Vor allem der amerikanische Markt, den man erst vor kurzem durch die Gründung einer Zweigstelle in Dallas, Texas, betreten habe, solle erobert werden, so dass hier in absehbarer Zeit neben dem internen Vertriebsausbau auch eine größere Übernahme anstehen dürfte. Die ersten positiven Resonanzen der US-Klientel verdeutlichten bereits das dortige enorme Marktpotential für die TePla-Produkte.

Mit neuem Management sei der TePla AG 1998 der Turnaround gelungen. Dies sei umso bemerkenswerter, da das letzte Jahr vor allem aufgrund der Absatzprobleme im asiatischen Raum als ein großes Krisenjahr in der Halbleiterbranche, dem Hauptabsatzmarkt von TePla, gegolten habe. Es habe sich also, gezeigt, dass das Unternehmen nicht zu sehr unter konjunkturellen Abschwüngen in den Absatzmärkten leide, sondern im Gegenteil sogar davon profitiere, zumal zu solchen Zeiten der Zwang zu Rationalisierung und Kosteneinsparungen, wie es durch die TePla-Produkte erreicht werde, noch größer sei und die Plasmasysteme somit weiter bzw. erst recht nachgefragt würden.

Für das laufende Geschäftsjahr werde ein Ertragsanstieg von 90 Prozent anvisiert. Auch in den kommenden Jahren dürfte das Ergebnis hohe Zuwachsraten verzeichnen, zumal allen Geschäftsfeldern der TePla Steigerungsraten von 40% und mehr, dem Hauptgeschäftsfeld „Halbleiter“ (Umsatzanteil `98 immerhin 65%) sogar 70% p.a., prognostiziert würden, so dass die internen Planzahlen des Unternehmens, die „lediglich“ einen Anstieg des Ergebnis pro Aktie von 17 Cent in `98 auf 52 Cent in 2001 prognostizieren, als konservativ einzuschätzen seien, was jedoch auch verständlich sei, da die Vergütung des Managements auch mit dem Erreichen dieses Wertes zusammenhänge.

Alles in allem erscheinen Werte von über 60 Cent Gewinn pro Aktie im Jahre 2001 erreichbar, woraus sich im Zusammenhang mit der fairen Bewertung der Aktie, deren KGV angesichts des gezeigten und noch möglichen Wachstums, der Marktposition und Zukunftsaussichten sowie etwaiger Übernahmen, die in den Gewinnberechnungen noch gar nicht berücksichtigt seien, bei mindestens 30, eher sogar im Bereich 40 sein sollte, auf Sicht von 9-12 Monaten ein Kursziel von über 20 Euro ergebe.

Auch wenn die Aktie charttechnisch aktuell noch etwas angeschlagen sei, (sprich: sich immer noch in einem intakten Abwärtstrend befinde), sei in der letzten Zeit bereits wieder festzustellen, dass sich der Wert trotz der allgemeinen Korrekturstimmung am Markt konstant über der Marke von 10 Euro halte, was durchaus schon als erste Besserungstendenz gewertet werden könne. Als endgültiger Startschuss für die Aufholjagd könnten dann die Halbjahreszahlen, die am 26. August veröffentlicht werden, dienen.



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