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News - DAX 100
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27.11.2001
ERGO Beitragseinnahmen
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Die Beiträge der ERGO Versicherungsgruppe (WKN 841852) steigen in den ersten neun Monaten um über 10 Prozent. Näheres entnehmen Sie bitte der aktuellen Pressemitteilung:
Die ERGO Versicherungsgruppe, die Nr. 2 im deutschen Erstversicherungsmarkt, verzeichnete in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres ein kräftiges Wachstum: Die Beitragseinnahmen stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10,3 % auf 10,2 Mrd. Euro. Das Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte erreichte per 30. September 2001 einen Betrag von 450 Mio. Euro. Diese Steigerung um 115 Mio. Euro gegenüber dem 1. Halbjahr 2001 konnte trotz des schwachen Kapitalmarkts erzielt werden. Der Jahresüberschuss nach den ersten drei Quartalen beträgt 203 Mio. Euro. Da die ERGO Versicherungsgruppe erst seit diesem Jahr Quartalsberichte veröffentlicht, können außer bei den Beitragseinnahmen keine entsprechenden Vorjahreswerte genannt werden.
Die ERGO Versicherungsgruppe konnte ihre Beitragseinnahmen in den ersten neun Monaten diesen Jahres kräftig um 10,3 % auf 10,2 Mrd. Euro steigern. Ein sehr starkes Wachstum wurde im Auslandsgeschäft erzielt: Die Beitragseinnahmen stiegen um 74 % auf 1,9 (3. Quartal 2000: 1,1) Mrd. Euro. Die im vergangenen Jahr erworbenen Gesellschaften in Italien sowie in Mittel- und Osteuropa trugen wie in den vorherigen Quartalen entscheidend zu dieser positiven Entwicklung bei. Zweistellige Wachstumsraten gab es im größten ERGO-Segment, der Lebensversicherung: Die Beitragseinnahmen wuchsen um 12,2 % auf 4,1 (3,7) Mrd. Euro. Besonders das Neugeschäft verlief sehr erfreulich: Da der gesetzliche Berufsunfähigkeitsschutz seit dem 1. Januar 2001 in vielen Fällen entfallen ist, haben die Bürger hier privat vorgesorgt. Die auf die Rentenreform zugeschnittenen und förderungsfähigen Produkte "FörderRente" (VICTORIA) und "Kaiser-Rente" (Hamburg-Mannheimer) sind ebenfalls ein großer Erfolg. Insgesamt wurden sie bisher schon über 220.000 mal verkauft, wobei jedoch der größte Teil erst ab 1. Januar 2002 beitragswirksam wird.
Im Geschäftsfeld Krankenversicherung betrugen die Beitragseinnahmen 3,0 (2,9) Mrd. Euro, eine Steigerung um gute 4,6 %. Die ERGO-Krankenversicherer verbessern weiter konsequent das Gesundheitsmanagement; dies überzeugt auch im Markt: 74.000 Kunden entschieden sich in den vergangenen neun Monaten für eine Vollversicherung bei unseren Gesellschaften. Ein hervorragendes Wachstum verzeichneten auch die Schaden- und Unfallversicherer der ERGO: Die Beitragseinnahmen stiegen auf 2,5 (2,2) Mrd. Euro, ein Plus von 15,7 %. Zu diesem Ergebnis trug neben der sehr positiven Entwicklung in der deutschen Kraftfahrtversicherung auch die erstmalige Einbeziehung der neuen ausländischen Gesellschaften bei. Das Auslandsgeschäft war auch der entscheidende Faktor für das Wachstum im Segment Rechtsschutzversicherung: Insgesamt wurden Einnahmen von 547 (533) Mio. Euro erzielt, eine Steigerung um 2,7 %. Die Versicherungsleistungen sowie die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb entwickelten sich in den ersten neun Monaten planmäßig.
Als Privatkundenversicherer mit Konzentration auf Europa war ERGO von den Terroranschlägen in den USA mit Leistungen in Höhe von rund 10 Mio. Euro kaum betroffen. Eine anhaltend positive Entwicklung verzeichnete das Geschäftssegment Finanzdienstleistungen: Der Jahresüberschuss dieses Segments wird den des Vorjahres um ein Vielfaches übersteigen. Die ohnehin schon schwierige Situation an den Kapitalmärkten hat sich im dritten Quartal des Jahres durch die Terroranschläge des 11. Septembers in den USA deutlich verschlechtert. Aufgrund der schwachen Aktienmärkte hat ERGO nicht im gewohnten Umfang Kursgewinne realisiert. Darüber hinaus hat sich ERGO vor dem Hintergrund der ab 2002 geltenden Steuerfreiheit auf inländische Veräußerungserträge mit der Realisierung von Kursgewinnen bewusst zurückgehalten. Die realisierten Gewinne und Verluste aus Kapitalanlagen betrugen in den ersten drei Quartalen 732 Mio. Euro, die laufenden Vermögenserträge 3,7 Mrd. Euro. Die stark rückläufigen Aktienkurse wirkten sich auf den Marktwert der Kapitalanlagen aus: Trotz weiterer Nettozuflüsse nahm der Kapitalanlagenbestand gegenüber dem Jahresende 2000 um 3,1 % auf 85 Mrd. Euro ab.
Per 30. September 2001 erzielte ERGO insgesamt ein Ergebnis vor Steuern und vor Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte von 450 Mio. Euro. Dies stellt eine Steigerung um 115 Mio. Euro im Vergleich zum 1. Halbjahr 2001 dar. Nach Goodwill-Abschreibungen, Steuern und Anteilen Dritter betrug der Jahresüberschuss 203 Mio. Euro. Die anhaltende Unsicherheit an den Kapitalmärkten sowie besondere steuerliche Effekte, die zum Jahresende ergebniswirksam greifen und in ihrer Höhe nur sehr schwer einzuschätzen sind, machen eine fundierte Ergebnisprognose für das Gesamtjahr schwierig. Zudem überraschte die Ankündigung, dass Versicherungskonzernen die Anerkennung der steuerlichen Organschaft mit Personenversicherern versagt werden soll. Diese Änderung wäre eine starke Benachteiligung der Versicherungswirtschaft gegenüber anderen Branchen und würde möglicherweise negative Auswirkungen auf den Jahresüberschuss von Versicherungsgruppen haben.
Trotz dieser unsicheren Rahmenbedingungen geht ERGO davon aus, dass ein gutes Ergebnis für das Gesamtjahr erzielt werden kann. Das exzellente Vorjahresergebnis, das auch durch die erstmalige Konsolidierung von Spezialfonds beeinflusst war, wird allerdings nicht erreicht werden.
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