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Analysen - DAX 100
31.10.2007
GEA Group halten
Bankhaus Lampe

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Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Gordon Schönell, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die GEA Group-Aktie (ISIN DE0006602006/ WKN 660200) weiterhin mit "halten" ein.

Die GEA Group habe heute Morgen gemischte Zahlen zum dritten Quartal vorgelegt. Während die Gesellschaft die Ziele hinsichtlich des Umsatzes und des Nettoergebnisses habe übertreffen können, sei sie beim Nettoergebnis und beim Auftragseingang unter diesen geblieben. Gerade ein niedriger als erwarteter Auftragseingang sei nach Meinung der Analysten der Grund für den Druck auf die Aktie, sei er doch ein wichtiger Indikator für die zukünftige geschäftliche Entwicklung.

Der Vorstandsvorsitzende Jürgen Oleas habe prompt diesen Befürchtungen widersprochen. Er sehr kein Abreißen der Nachfrage. Das Unternehmen konzentriere sich seinen Aussagen nach vor allem auf eine Margenverbesserung und könne so aufgrund der guten Auslastung die margenstärkeren Aufträge bevorzugt annehmen. Ein weiterer Grund für den heute unter Druck geratenen Aktienkurs liege nach Erachten der Analysten darin, dass der Markt - auch infolge der guten Ergebnisse von Alfa Laval - mit einer offiziellen Ergebniserhöhung gerechnet habe.

Die Umsatz-Guidance für das laufende Jahr liege bei einem Wachstum über 15%. Nach dem dritten Quartal habe hier eine Steigerung von 24,2% erreicht werden können. Im fortgeführten Geschäft habe GEA im dritten Quartal ein Ergebnis von 3,6 Mio. EUR erzielt. Maßgeblich gemindert worden sei das Ergebnis hier durch eine Umbewertung latenter Steuern in Folge der Unternehmenssteuerreform. Dies habe zu einem außerordentlichen Steueraufwand in Höhe von 61 Mio. EUR geführt. as Ergebnis aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen habe sich im dritten Quartal auf 180,7 Mio. EUR nach -181,4 Mio. EUR im entsprechenden Zeitraum des vergangenen Geschäftsjahres belaufen.

Positiv habe sich hier vor allem der Ergebnisbeitrag von Lurgi in Höhe von 207,3 Mio. EUR ausgewirkt. Nach den ersten drei Quartalen belaufe sich die EBIT-Marge im Konzern auf 7,3%. Hier werde für Gesamtjahr eine Marge von 7,5% angestrebt.

Die wesentlichen Treiber für das Geschäft der GEA Group würden das Wachstum der Weltbevölkerung und das steigende Haushaltseinkommen vor allem in Schwellenländern sein. Der steigende Bedarf an verarbeiteten Lebensmitteln, Medikamenten und Energie habe eine wachsende Nachfrage nach Verfahrenstechnik zur Folge, wovon GEA aufgrund ihrer breiten Aufstellung profitieren sollte. Nach dem Verkauf des Großanlagenbaus könne sich der Konzern auf die Kernkompetenzen fokussieren.

Die Analysten vom Bankhaus Lampe haben ihre Modelle angepasst und bestätigen ihre Anlageempfehlung "halten" für die GEA Group-Aktie und erhöhen ihr Kurziel von 25,00 auf 26,50 EUR. Die Experten würden die Anhebung mit einem immer noch guten Orderbestand - auch wenn die Erwartungen hinsichtlich des Eingangs neuer Aufträge im dritten Quartal verfehlt worden seien - sowie der steigenden Qualität der Aufträge durch die Möglichkeit einer gezielteren Auswahl höhermargiger Bestellungen begründen. Auch die Fortsetzung des Aktienrückkaufprogramms sollte den Kurs stützen. (Analyse vom 31.10.2007) (31.10.2007/ac/a/d)



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