Logo
Analysen - Ausland
12.11.2007
Goldman Sachs unter 205 USD kaufen
Heibel-Ticker

www.optionsscheinecheck.de

Berlin (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "Heibel-Ticker" empfehlen die Aktie von Goldman Sachs (ISIN US38141G1040/ WKN 920332) unter 205 USD zu kaufen.

Während die anderen Banken Dividendenrenditen von 5-8% ausweisen würden, stünden bei Goldman Sachs nur 1,4% zur Verfügung. Das möge zwar auf den ersten Blick abschrecken, aber die Experten hätten eine andere Sicht der Dinge: Goldman Sachs brauche keine Dividendenkürzung zu verkünden. Die Anderen wahrscheinlich schon. Und die Dividendenaussichten seien ein ganz wesentlicher Punkt bei der Kursbildung. Dividendenkürzungen würden stets zu einem Ausverkauf führen, die Experten hätten dies bei Citibank letzte Woche erlebt, wo eine Dividendenkürzung lediglich erwogen worden sei.

Nun sei Goldman Sachs ein Finanzinstitut wie alle anderen auch und sei somit in diversen Finanzderivaten, also ETFs, Zertifikaten und Fonds, enthalten. Derzeit würden diese Finanzderivate ohne Rücksicht auf Verluste ausverkauft und die Kurse würden in den Keller rauschen. Sie würden die Meinung der Experten kennen: Bei vielen Aktien sei dieser Kurssturz gerechtfertigt und wenn die Experten auf die Aktien von Immobilienversicherern blicken würden, dann würden sie als Kursziel eine Null sehen. Die Experten würden glauben, viele würden noch in die Insolvenz rutschen.

Vorletzte Woche habe ein Leser die Experten gefragt, wer diese Immobilienversicherer seien: Ambac Financial Group (ABK), MBIA Inc. (MBI), MGIC Invest Corp. (MTG) und PMI Group (PMI). Anleger sollten sich deren Kurse einmal anschauen, die hätten schon viel verloren und würden zügig gegen Null streben. Doch die Experten würden die Aktien mangels Verfügbarkeit nicht shorten, sie könnten von einem Shortsqueeze auf dem falschen Fuß erwischt werden und zu Zwangseindeckungen gezwungen werden.

Doch zurück zu Goldman Sachs: Anleger hätten inzwischen die Panik des Finanzsektors zur Genüge mitbekommen und könnten sich nun leicht vorstellen, dass sie ihre Finanzderivate auf den Markt schmeißen würden. Das führe natürlich dazu, dass alle Aktien, die in diesen ETFs, Zertifikaten und Fonds enthalten seien, ausverkauft würden. Denn die Manager der Derivate würden nun nach einem zuvor festgelegten Schlüssel verkaufen und würden die Einzelaktien dabei gar nicht mehr betrachten.

Erst wenn dieser Prozess ende, werde sich die Spreu vom Weizen trennen. Und in den Augen der Experten sei Goldman Sachs ein Weizenkorn, das im Laufe der nächsten 12-18 Monate kräftig an Geschäft zulegen werde. Das depressive KGV von nur noch 8 werde der Marktposition der Goldmänner nicht mehr gerecht, die Experten würden mit einem Kurssprung von 50% auf ein KGV von mindestens 12 rechnen, bei gleichzeitig anwachsenden Gewinnen dann wiederum nur 11.

Die Experten von "Heibel-Ticker" hatten die Goldman Sachs-Aktie bereits schon einmal in ihrer Beobachtungsliste. Sie würden nun erneut eine Position zu Kursen unter 205 USD eröffnen und sich bereithalten, unter 190 USD nochmals nachzukaufen. (Ausgabe 45 vom 09.11.2007) (12.11.2007/ac/a/a)


© 1998 - 2026, optionsscheinecheck.de