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Analysen - DAX 100
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07.12.2001
E.ON halten
Die Telebörse-online
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Die Analysten von "Die Telebörse-online" raten Anlegern dazu die Aktie der E.ON AG (WKN 761440) zu halten.
Der Energieriese E.ON spiele mit den Muskeln. Ruhrgas und Gelsenberg sollten geschluckt werden, allerdings sei das Bundeskartellamt dagegen. Bis heute habe E.ON Zeit, die Bedenken mit wettbewerbsverbessernden Vorschlägen auszuräumen. Aber es komme nichts. Statt dessen die Meldung, am ersten Weihnachtsfeiertag zur Mittagszeit rechne man mit der "Weihnachtsgans-Spitze". Für die Gänse in den Bratröhren müssten 500.000 Kilowatt zusätzlicher Leistung zur Verfügung gestellt werden.
Es sei möglich, dass sich E.ON-Chef Ulrich Hartmann zu sehr auf Werner Müller, dem Wirtschaftsminister und früheren E.ON-Manager, verlasse. Der nämlich könne mit einer "Ministererlaubnis" das Kartellamt noch stoppen. Jedenfalls habe sich E.ON bisher äußerst zuversichtlich gegeben.
Aber die Liste der Gegenpositionen der Wettbewerbswächter sei lang. Sie würden sowohl auf dem Gasmarkt wie an den Tankstellen eine marktbeherrschende Stellung von E.ON befürchten. Schon jetzt laufe der Verband kommunaler Firmen Sturm gegen die Pläne aus Düsseldorf, da die kleinen Stadtwerke kaum noch eine Chance gegen den E.ON-Riesen hätten.
Es scheine, als gebe es aber auch noch von anderer Seite Probleme. Gestern, auf der Aufsichtsratssitzung des Essener Kohlekonzerns RAG, die die Mehrheit am Ruhrgas-Großaktionär Bergemann halte und an dessen Anteilen E.ON interessiert sei, sei das Thema Aktientausch nur am Rande behandelt worden.
Anleger, die den Wert besitzen, sollten ihn weiterhin halten, so die Analysten von "Die Telebörse-online". Vom Einstieg in die E.ON-Aktie rate man derzeit aber ab.
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