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Analysen - Ausland
10.12.2001
Hewlett Packard verkaufen
Die Telebörse-online

www.optionsscheinecheck.de

Die Analysten von "Die Telebörse-online" empfehlen die Aktie Hewlett Packard (WKN 851301) zu verkaufen.

Nachdem nun auch die David and Lucile Packard Foundation die Übernahme von Compaq durch Hewlett Packard abgelehnt habe, gebe es kaum noch Chancen für diesen Deal. Bisher hätten die Papiere der beiden Firmen von der Übernahmefantasie profitiert. Nun stelle sich die Frage, was nun passiere.

Als HP-Chefin Carly Fiorina Mitte November das Zahlenwerk für das 4. Quartal vorgelegt habe, hätten sich die Analysten verzweifelt die Augen gerieben. Der Finanzdienst First Call/Thomson Financial habe bei den Gewinnen eine Konsensschätzung von 0,08 Dollar je Aktie errechnet, aber heraus gekommen seien 0,19 Dollar je Aktie bzw. ein Gewinn vor Sonderfaktoren von 361 Mio. Dollar. Ebenfalls hätten sie beim Umsatz daneben gelegen. Statt der erwarteten 10,3 Mrd. seien es 10,9 Mrd. Dollar gewesen.

Die Stiftung habe ihre Zustimmung zur Fusion immer von der genauen Prüfung der Zahlen für das 4. Quartal abhängig gemacht. Wenn sie sich nun negativ entschieden habe, könne dies nur bedeuten: Die Zahlen seien nicht so zufriedenstellend gewesen, wie sie Fiorina vorgelegt habe. Und in der Tat, die konsolidierten Ergebnisse sähen auch völlig anders aus. Dort stehe dann nämlich nur ein Gewinn von 97 Mio. Dollar (im Vorjahresquartal seien es noch 922 Mio. Dollar gewesen). Zudem seien in fast allen Segmenten die Margen gefallen oder hätten stagniert. Und während HP und Compaq sich durch die Fusion blockiert habe, habe Wettbewerber Dell einen Preiskrieg angezettelt und seinen Marktanteil ausgedehnt.

Die groß angekündigte Fusion sollte aus dem neuen Giganten einen IT-Dienstleister machen. Doch Skeptiker hätten sich zurecht gefragt: Wenn dies beide Unternehmen in den letzten Jahren getrennt nicht geschafft hätten, warum sollten sie es dann gemeinsam besser machen? Vor allem an der Managementkompetenz von Fiorina sei immer wieder gezweifelt worden, denn sie habe aus HP weder ein Beratungsunternehmen noch einen Netzwerkspezialisten gemacht.

Auf sich allein gestellt, würden es beide Konzerne wie schon zuvor nicht leicht haben, zu überleben - entsprechend würden die Auswirkungen auf die Aktienkurse sein.

Daher raten die Analysten von "Die Telebörse-online" zum Verkauf der HP-Aktie.



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