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Analysen - Ausland
11.12.2001
J.P. Morgan Chase Marketperformer
Stadtsparkasse Köln

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Die Analysten der Stadtsparkasse Köln bewerten die J.P. Morgan Chase-Aktie (WKN 850628) mit "Marketperformer".

Anfang 2001 hätten die Geschäftsbank Chase Manhattan und die traditionsreiche Investmentbank J.P. Morgan & Co. ihre Fusion zum jetzt zweitgrößten US-Finanzdienstleister (hinter Citigroup) vollzogen. Der vollständige Name des neuen Unternehmens mit Sitz in New York laute J.P. Morgan Chase & Co. Die Firmengeschichte reiche weit bis ins 19. Jahrhundert zurück, als John Pierpont Morgan den von Bismarck geschlagenen Franzosen finanzielle Mittel zum Wiederaufbau zur Verfügung gestellt habe. Ihren Kunden biete die Gesellschaft heute die gesamte Finanzdienstleistungspalette an. Der Konzern operiere weltweit in über 60 Ländern und beschäftige derzeit noch ca. 75.000 Mitarbeiter.

Die US-Bankenholding habe im abgelaufenen Quartal wegen der schwachen US-Konjunktur und der Folgen der Anschläge vom 11. September einen Rückgang des operativen Ergebnisses um 27% hinnehmen müssen. Der Gewinn habe bei 1,04 Mrd. US-Dollar oder 51 Cents je Aktie gelegen. Im Vorjahreszeitraum habe der Überschuss noch 1,42 Mrd. US-Dollar betragen. Mit den Quartalszahlen habe J.P. Morgan Chase in etwa die Erwartungen der Analysten getroffen, die mit einem Gewinn von durchschnittlich 50 Cents je Aktie gerechnet hätten.

Im Gegensatz zu vielen anderen Banken in den USA leide der Konzern nicht unter außer Kontrolle geratenen Kreditrisiken. Die fusionierten Finanzinstitute ergänzten sich gut, es gebe nur geringe Überschneidungen. Die Investmentbank J.P. Morgan gelte als eine der renommiertesten Firmen der Finanz-Branche. Die bereits 1838 gegründete Gesellschaft genieße damit weltweit einen großen Vertrauensvorschuss.

Das Unternehmen betreue ca. 32 Mio. Privat- und über 5000 institutionelle- sowie sonstige Großkunden. Das fusionierte Institut gehöre - wie vorher JPM - zu den 30 Aktien, die den Dow Jones Index bildeten und sei damit ebenfalls Bestandteil des S&P 500 Index. Die Hauptkonkurrenten seien Citigroup, MBNA und Merrill Lynch.

J.P. Morgan Chase habe mit Jack Welch einen der besten Manager des vergangenen Jahrhunderts als Berater angeheuert. Welch, der bis vor kurzem noch CEO beim weitgrößten Unternehmen General Electric gewesen sei, werde in Zukunft J.P. Morgan CEO William Harrison Jr. bei der Arbeit unterstützen. Das Unternehmen betreibe ein straffes Kostensenkungsprogramm. Unter anderem stünden derzeit 5.000 Arbeitsplätze zur Disposition.

J.P. Morgan Chase sei mit seiner gewichtigen Investmentbanking-Sparte in den vergangenen Quartalen deutlich von der weltweiten konjunkturellen Abschwächung belastet worden. Auch aktuell leide die Gesellschaft noch unter dem schwachen Kapitalmarktumfeld, welches die Ertragslage im Provisionsgeschäft unter Druck setze. Mit der erwarteten Erholung der Kapitalmärkte im kommenden Jahr sollte sich das Geschäftsergebnis jedoch wieder deutlich verbessern.

Die Empfehlung der Experten der Stadtsparkasse Köln für J.P. Morgan Chase lautet "Marketperformer".



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