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Analysen - Marktberichte
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21.12.2001
DAX 30 weiter abwärts
SEB
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Zum Zeitpunkt des AnlageFlash vom 13. Dezember tendierte der DAX Index leicht nach unten, nachdem der Test der unteren Begrenzung des Aufwärtstrendkanals fehlgeschlagen war, so die Analysten der SEB.
Mit der fortgesetzten Abwärtsbewegung habe der Index schließlich wieder die obere Begrenzung des Abwärtstrendkanals signifikant durchbrochen. Auf Grund des negativen Bildes der Overbought/Oversold Indikatoren hätten die Analysten die Fortsetzung der Abwärtsbewegung erwartet, die sich jedoch innerhalb der Grenzen des Abwärtstrendkanals abspielen sollte.
Die Abwärtstendenz sei zunächst bestätigt worden. Noch vor der Unterstützung bei 4.861 Punkten sei der DAX wieder nach oben abgedreht und am 18. Dezember die obere Begrenzung des Trendkanals getestet. Dieser Test habe fehlgeschlagen. In der Folge habe der DAX seine Abwärtsbewegung wieder aufgenommen, die bis gestern anhielt.
Das technische Umfeld habe sich im Zuge dieser Entwicklung leicht verschlechtert. Die Trendindikatoren MACD und Momentum würden den fortgesetzten Abbau des Aufwärtspotenzials und der –dynamik anzeigen. Der MACD befinde sich unterhalb seines Triggers und nur noch knapp oberhalb der Nullachse. Der (negative) Abstand zum Trigger scheine sich dabei nicht weiter zu vergrößern.
Das Momentum orientiere sich seit Anfang Dezember an der Nullachse. Eine eindeutige Tendenz sei nicht festzustellen. Somit sei die Aufwärtsdynamik aus dem Markt genommen, andererseits gebe es derzeit keine Hinweise für einen signifikanten Aufbau von Abwärtsdynamik. Besonders zu beobachten werde der MACD sein. Durchbreche der Index die Nullachse nach unten, könnte dies den Aufbau von Abwärtspotenzial bedeuten.
Die Overbought/Oversold Indikatoren RSI und Stochastiks würden leicht abwärts tendieren. Der RSI befinde sich an der 50%-Marke. Die Stochastiks seien in den Überverkauft-Bereich gelaufen. Somit werde latenter Druck nach unten angezeigt, insbesondere dann, wenn der RSI aus der Gleichgewichtszone signifikant nach unten abdrehe. Die Volatilität liege bei 133,52 (138,92) Punkten, was einer statistisch maximalen Tagesrange von 2,71 (2,74) Prozent entspreche.
Auf Sicht der kommenden 5 Handelstage erwarten die Analysten der SEB die Fortsetzung der Abwärtsbewegung und damit den Test der Unterstützungszone zwischen 4.861 und 4.782 Punkten. Die untere Begrenzung des Abwärtstrendkanals liege bei 4.712 Punkte (fallend). Einen Ausbruch aus dem Trendkanal nach unten würden die Analysten hingegen nicht erwarten.
Nach oben werde der DAX zunächst an der oberen Begrenzung des Trendkanals bei 5.100 Punkten (fallend) gebremst. Auf Grund des negativen Bildes würden die Analysten bezweifeln, ob der Index derzeit genug Kraft habe, bis zum nachfolgenden Widerstand bei 5.210 Punkten bzw. bis zum Hoch vom 6. Dezember bei 5.336 Punkten zu laufen.
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