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Analysen - Ausland
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05.02.2008
Newmont Mining Basisempfehlung
Geldanlage-Report
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www.optionsscheinecheck.de
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Gerbrunn (aktiencheck.de AG) - Für die Experten vom "Geldanlage-Report" ist die Aktie von Newmont Mining (ISIN US6516391066/ WKN 853823) weiterhin eine Basisempfehlung.
Newmont müsse aufgrund steigender Produktionskosten verstärkt extern zukaufen, sei dafür aber günstiger bewertet als die Konkurrenz.
Es gebe schon gute Gründe dafür, warum die Kursentwicklung der Goldminen zuletzt nicht mit der des Goldpreises habe mithalten können: Stark steigende Produktionskosten würden den Preisanstieg beim Basiswert teilweise wieder zunichte machen. So habe die von vielen hochgelobte Goldcorp aus Vancouver/ Kanada vor kurzem das Produktionsziel für 2008 mit 2,6 Millionen Unzen Gold angegeben und sei damit deutlich unter den Schätzungen der Analysten (ca. 2,8 Millionen Unzen) geblieben.
Branchenprimus Newmont Mining habe bisher als größtes Problem mit der auch im Vergleich zur Konkurrenz überdurchschnittlich hohen Kostenstruktur bei seinen Projekten zu kämpfen gehabt. Doch die US-Amerikaner würden nun energisch gegensteuern. So habe man mit dem Spin-Off der Franco-Nevada Corporation 1,3 Milliarden US-Dollar Cash generieren können. Gleichzeitig habe man Anteile an nicht weniger als 190 Basis- und Edelmetallprojekten, sowie 100 Öl- und Gasprojekten an Franco-Nevada abgegeben.
Strategischer Hintergrund für Newmont sei die Fokussierung aufs Kerngeschäft Gold. Analysten hätten den Schritt genauso wie die Übernahme von Miramar Mining gelobt. Das kanadische Unternehmen kontrolliere das Hope Bay Projekt, das als eines der größten nicht entwickelten Goldprojekte Nordamerikas überhaupt gelte. Satte 1,2 Milliarden US-Dollar habe Newmont in Miramar investiert. Eine gute Investition, würden Insider sagen, weil der Goldgigant so seine durchschnittlichen Abbaukosten stark senken könne.
Diese würden bisher nämlich mit 443 US-Dollar dramatisch höher als beispielsweise die der Goldcorp (nach neuesten Schätzungen 306 bis 320 US-Dollar je Unze) liegen.
Doch zum einen sei die höhere Profitabilität bei Goldcorp bereits in der aktuellen Bewertung enthalten. Newmont werde derzeit mit einem 2007er/2008er KGV von 44 bzw. 25 bewertet, während Anleger für Goldcorp das 68- bzw. 40-fache bezahlen müssten. Natürlich würden bei der KGV-Bewertung bei Goldproduzenten auch die vorhandenen Ressourcen und Reserven eine wichtige Rolle spielen. Selbst wenn man den Substanzwert von Newmont mit denen der Peer Group vergleiche, ergebe sich momentan eine deutliche Unterbewertung.
Zum anderen spreche die fallende Kostenstruktur zusätzlich für Newmont - zumal das Unternehmen beim weiter steigenden Goldpreis wegen der höheren Basis auch einen höheren relativen Gewinnhebel habe. BMO-Capital-Analyst David Haughton gehe davon aus, dass es Newmont bis 2011 gelingen sollte, die Kosten insgesamt um rund 20 Prozent zu senken. Ein weiterer Vorteil: Dank der hohen Finanzkraft könne man weiter extern zukaufen.
Die Aktie von Newmont Mining bleibt weiter eine Basisempfehlung der Experten vom "Geldanlage-Report" im Goldsektor. Das Unternehmen sei im Vergleich zur Konkurrenz unterbewertet. (Analyse vom 05.02.2008) (05.02.2008/ac/a/a)
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