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Analysen - DAX 100
10.12.2001
E.ON kaufen
Nord LB

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Aktienanalyst Heino Hammann von der Norddeutschen Landesbank empfiehlt, die Aktie der E.ON AG (WKN 761440) weiterhin zu kaufen.

Der Konzern habe sein Betriebsergebnis in den ersten neun Monaten 2001 erwartungsgemäß kräftig gesteigert. Ein wichtiger Grund für den Anstieg des Betriebsergebnisses um 55% auf 2,858 Mrd. Euro sei der Wegfall von Verlusten aus seinen Telekom-Beteiligungen gewesen. Diese größtenteils im Jahr 2000 veräußerten Beteiligungen seien auch ursächlich für den um 71% auf 1,026 Mrd. Euro gesunkenen Konzernüberschuss, da bislang in diesem Jahr verkaufsbedingte Gewinne in vergleichbarer Höhe nicht angefallen seien. Der Rückgang des Konzern-Umsatzes um 7% auf 64,3 Mrd. Euro resultiere aus dem Verkauf der Verpackungs-Tochter Schmalbach-Lubeca und der Elektronik-Aktivitäten.

Im Kerngeschäft Energie habe E.ON aufgrund der Einbeziehung des schwedischen Versorgers Sydkraft deutliche Absatz- und Umsatzsteigerungen verzeichnet. Unterstützend sei hier auch eine leichte Erholung bei den Strompreisen gewesen. E.ON habe seinen Sydkraft-Anteil im Frühjahr auf die Mehrheit von 60,6% aufgestockt und beziehe das Unternehmen seit Anfang Mai voll in die Konzernrechnung mit ein. Das Betriebsergebnis habe sich in den ersten neun Monaten um 6% auf 1,3 Mrd. Euro erhöht. Im Inland profitiere E.ON Energie nach wie vor von dem stabilen Preisniveau. Daneben nehme der Stromhandel eine immer größere Rolle ein. Dies habe erneut zu einer Verbesserung des Beschaffungs-Mix´ geführt. Im Bereich Chemie sei der Ertragsrückgang branchenbedingt.

Nachdem bereits die US-Aufsichtsbehörde die Übernahme der britischen PowerGen genehmigt habe, sei nun auch seitens der europäischen Wettbewerbsaufsicht der Weg frei. E.ON könne nun gemäß dem eigenen Zeitplan zum Frühjahr 2002 die Übernahme vollführen und damit zur Nummer zwei im weltweiten Energiedienstleistungsgeschäft aufsteigen.

Die Analysten der Nord LB rechnen für das laufende Geschäftsjahr mit einem Umsatz in Höhe von 87,2 Mrd. Euro sowie einem Jahresüberschuss (JÜ) von 2,1 Mrd. Euro. Im kommenden Jahr sollten sich die Erlöse auf 78,8 Mrd. Euro belaufen. Der JÜ solle dann bei 2,9 Mrd. Euro liegen.

E.ON sei in der Fokussierung/Dekonsolidierung weiter vorangekommen. Die Wachstumsstrategie im Kerngeschäft Energie nehme mit der Vollkonsolidierung der Sydkraft deutliche Züge an. Die Übernahme von Powergen werde voraussichtlich zum zweiten Quartal 2002 zu einem noch deutlicheren Sprung führen. Sollte die angestrebte Mehrheit bei Ruhrgas gelingen, könnte E.ON zudem vom wachsenden Gasmarkt profitieren.

Das Researchteam der Nord LB bleibt bezüglich den E.ON-Aktien bei ihrem Votum "kaufen".



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