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15.05.2008
Endesa: EU-Kommission setzt Spanien Ultimatum wegen Übernahme-Auflagen
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Madrid (aktiencheck.de AG) - Die Europäische Kommission hat am Donnerstag Spanien förmlich dazu aufgefordert, der Kommissionsentscheidung gemäß Artikel 21 der EG-Fusionskontrollverordnung vom Dezember 2007 Folge zu leisten und die Bedingungen aufzuheben, die die spanische Energieregulierungsbehörde CNE für die Übernahme des spanischen Energieversorgers Endesa S.A. (ISIN ES0130670112/ WKN 871028) durch den italienischen Energieversorger Enel S.p.A. (ISIN IT0003128367/ WKN 928624) und den spanischen Baukonzern Acciona S.A. (ISIN ES0125220311/ WKN 865629) aufgestellt hatte und die vom Minister für Industrie und Tourismus zwischenzeitlich geändert wurden.

Die Kommission hatte diesen Zusammenschluss im Juli 2007 gemäß der EU-Fusionskontrollverordnung genehmigt. Im Dezember 2007 hatte die Kommission festgestellt, dass die von Spanien auferlegten Bedingungen dem Gemeinschaftsrecht zuwiderliefen, und Spanien deshalb aufgefordert, diese bis zum 10. Januar 2008 aufzuheben. Spanien kam dieser Aufforderung jedoch nicht nach, so dass die Kommission ein Vertragsverletzungsverfahren einleitete. Die heutige Aufforderung der Kommission ergeht in Form einer "mit Gründen versehenen Stellungnahme" und stellt den zweiten Schritt in dem Vertragsverletzungsverfahren nach Artikel 226 EG-Vertrag dar. Erhält die Kommission nicht binnen eines Monats eine zufriedenstellende Antwort, kann sie Spanien vor den Europäischen Gerichtshof bringen.

Die Endesa.Aktie gewann heute in Madrid 0,54 Prozent auf 31,48 Euro. Die Enel-Aktie gewann in Mailand 0,14 Prozent auf 7,02 Euro, während die Acciona-Aktie in Madrid bei 182,45 Euro (+0,08 Prozent) aus dem Handel ging. (15.05.2008/ac/n/a)


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