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Analysen - Ausland
01.02.2002
Erste Bank übergewichten
Raiffeisen Centrobank

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Die Analysten der Raiffeisen Centrobank haben ihre Empfehlung für Aktien der österreichischen Erste Bank (WKN 909943) auf Grund positiver Zukunftsaussichten von neutral auf übergewichten hinaufgestuft.

Die Strategie der Erste Bank, eine führende Privatkundenbank in Zentraleuropa zu bilden, schreite zügig voran. Nach der Übernahme der Ceska und der Slovenska Sporitelna werde nun die Zusammenführung des österreichischen Sparkassensektors vorangetrieben. Erste Bank habe im Dezember 2001 51 % der Anteile der Tiroler Sparkasse übernommen und beabsichtige, im laufenden Jahr die Anteile an der Steiermärkischen Sparkasse über einen Aktientausch auf 74 % zu erhöhen. Durch die Neugründung des Haftungsverbundes werde die Konzernrechnung der Erste Bank erstmals den gesamten österreichischen Sparkassensektor beinhalten. Auf den Punkt gebracht bedeutet dies: Ausschöpfung des Marktpotenzials im Osten und des Kosteneinsparungspotenzials im Westen. Diese Strategie der Erste Bank stelle allerdings hohe Anforderungen an die Managementkapazität und die Finanzkraft des Konzerns.

Nach Ansicht der Analysten werde Erste Bank den Gewinn 2001 gegenüber dem Vorjahr um 6,5 % auf Euro 204,2 Mio. steigern können. Der Anstieg resultiere aus den Ergebnisbeiträgen der Ceska Sporitelna, die das rückläufige Inlandsgeschäft hätten überkompensieren können. Auch für 2002 erwarteten die Analysten einen starken Gewinnanstieg der Ceska Sporitelna, der auch den Konzerngewinn der Erste Bank Gruppe von Euro 204,2 Mio. auf Euro 254,9 Mio. steigern solle. Das Inlandsgeschäft werde sich aufgrund der gedämpften konjunkturellen Entwicklung bei weiter ansteigenden Risikovorsorgen eher flach entwickeln.

Bewertung und Empfehlung: Erste Bank werde aufgrund ihrer Gewinnschätzungen mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis 2002 bzw. 2003 von 11,4 bzw. 9,1 bewertet. Der Durchschnitt der Konkurrenten liege für 2002 und 2003 bei 14,8 bzw. 11,7. Die Analysten sähen darin einen Liquiditäts- und Umstrukturierungsabschlag enthalten. Trotzdem verlaufe die Integration gut und biete mittelfristig ein hohes Wertsteigerungspotential.

Die Analysten der Raiffeisen Centrobank sehen den fairen Wert der Erste Bank Aktie bei Euro 65 und stufen die Aktie aufgrund erster Integrationserfolge von neutral auf übergewichten hoch.



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