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10.07.2008
Wienerberger: Umsatz im ersten Halbjahr schwächer als erwartet
aktiencheck.de

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Wien (aktiencheck.de AG) - Der österreichische Baumaterialhersteller Wienerberger AG (ISIN AT0000831706/ WKN 852894) meldete am Donnerstag, dass die anhaltende Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die daraus resultierende Unsicherheit bei Konsumenten und Anlegern die gesamte Baustoffindustrie getroffen hat.

Demnach ist der Umsatz der Wienerberger Gruppe ist, nach einem starken ersten Quartal mit einem Plus von 13 Prozent, im zweiten Quartal mit einem Rückgang von 4 Prozent zum Vorjahr hinter den Erwartungen geblieben. Insgesamt ergab sich ein Umsatzwachstum von 3 Prozent für die ersten sechs Monate. Dabei ist zu berücksichtigen, dass insbesondere im zweiten Quartal 2007 durch den Boom in Polen außergewöhnliche Rekordergebnisse erwirtschaftet wurden. Die Ergebnisse für das erste Halbjahr 2008 liegen derzeit noch nicht vor und werden am 19. August veröffentlicht. Aufgrund der verfügbaren Umsatzzahlen wird jedoch ein Rückgang des operativen EBITDA von rund 10 Prozent für die ersten sechs Monate 2008 sowie eine Ergebnisverschlechterung für das Gesamtjahr erwartet.

Vor dem Hintergrund hoher Inflation, steigender Zinsen und einer Verknappung der Kreditmittel ist laut Wienerberger von einer weiteren Abschwächung der Märkte auszugehen. Zusätzlich zu den bereits im Vorjahr eingeleiteten Optimierungsmaßnahmen, die vor allem umfangreiche Werksstilllegungen in den USA umfassten, hat der Vorstand daher bereits ein weiteres Maßnahmenpaket eingeleitet, um diesen Entwicklungen rasch durch aktives Kapazitätsmanagement zu begegnen. Optimierungsmaßnahmen im Werksnetz, die bereits mittelfristig geplant waren, werden vorgezogen, mit dem Ziel die Kapazitäten den Marktgegebenheiten bestmöglich anzupassen. Kleinere und unwirtschaftlichere Werke werden vom Markt genommen und deren Produktion auf größere Werke verlagert. Die aus diesem Maßnahmenpaket anfallenden cash-wirksamen Aufwendungen und die außerordentliche Abschreibungen werden jeweils ca. 25 Mio. Euro betragen. Alleine aus den Werksstilllegungen wird eine Reduktion der Kosten von rund 30 Mio. Euro (nicht inflationiert) ab 2009 erwartet.

Im Hinblick auf die verschlechterten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird der Konzern sein beschleunigtes Expansionsprogramm zur Stärkung des geografischen Portfolios selektiv fortsetzen. Besonderer Fokus liegt weiterhin auf dem Wachstum in Zentral-Osteuropa und den Emerging Markets. Für 2008 werden diese Investitionen rund 500 Mio. Euro betragen. Auch für 2009 sind Wachstumsprojekte geplant, wobei das Volumen dem entsprechend unter jenem der Jahre 2007 und 2008 liegen wird.

Die Aktie von Wienerberger notierte gestern in Wien zuletzt mit einem Plus von 2,24 Prozent bei 22,80 Euro. (10.07.2008/ac/n/a)


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