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Analysen - Ausland
13.08.2008
Schmolz + Bickenbach kaufen
Bankhaus Lampe

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Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Marc Gabriel, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Schmolz + Bickenbach-Aktie (ISIN CH0005795668/ WKN 905370) unverändert mit "kaufen" ein.

Die Umsatzerlöse im ersten Halbjahr 2008 hätten 2.278,2 Mio. EUR betragen (H1 2007: 2.286,6 Mio. EUR). Das EBITDA belaufe sich auf 236,1 Mio. EUR (H1 2007: 271,3 Mio. EUR). Die EBITDA-Marge betrage damit 10,4% und liege 0,3%-Punkte höher als im Gesamtjahr 2007, wenngleich hier zu berücksichtigen sei, dass das zweite Halbjahr 2007 von den stark fallenden Nickelpreisen belastet worden sei und die Marge damals von 11,9% in der ersten Jahreshälfte auf 7,4% im zweiten Halbjahr gefallen sei.

Das EBIT habe mit 189,9 Mio. EUR nicht den Wert des Vorjahreszeitraums von 230,6 Mio. EUR erreicht. Das Konzernergebnis vor Steuern mache 163,3 Mio. EUR (H1 2007: 205,0 Mio. EUR) aus, das Konzernergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter sei um 24,3 Mio. EUR auf 105,6 Mio. EUR (H1 2007: 130,2 Mio. EUR) gesunken. Hierfür gebe es zwei wesentliche Gründe:

Zum einen hätten sich die volatilen Rohstoffpreise negativ ausgewirkt. Der Preis für Schrott sei erneut gestiegen und der CFO, Axel Euchner, gehe weiterhin mit 400 EUR je Tonne von einem hohen Preisniveau aus. Schmolz + Bickenbach greife fast ausschließlich auf Altmetalle in der Produktion zurück. Die steigenden Preise für Chrom hätten durch sinkende Nickelpreise einigermaßen ausgeglichen werden können.

Zum anderen hätten sich die Windfall-profits des Vorjahres nicht wiederholt bemerkbar gemacht. Das Unternehmen habe sich - nach der umfangreichen Expansion der letzten Jahre - für das laufende Jahr vorgenommen, die Integration der Übernahmen voranzutreiben und in die vorhandenen Standorte zu investieren. Im Zusammenhang mit einer langfristigen Konzernstrategie würden dies die Analysten positiv werten, sodass sie die Ergebnisentwicklung in diesem Zusammenhang für das laufende Jahr von untergeordneter Bedeutung sehen würden. Das Unternehmen strebe für 2008 einen Umsatz von 4,5 Mrd. EUR und ein Ergebnis auf dem Vorjahresniveau (2007: 183,9 Mio. EUR) an.

Die Zahlen seien im Rahmen der Erwartungen gewesen, wenngleich Schmolz + Bickenbach bei den Preiserhöhungen anscheinend nicht so schnell vorankomme, wie es ursprünglich geplant gewesen sei. Dementsprechend hätten sich die steigenden Rohstoffkosten (insbesondere Schrottpreise) und Energiekosten negativ auf die Margenentwicklung ausgewirkt.

Da die Preiserhöhungen im zweiten Halbjahr greifen würden und sich eine leichte Entspannung an den Rohstoffmärkten zeige, sollte das zweite Halbjahr eine positive Entwicklung zeigen. Für das Gesamtjahr würden die Analysten nun von einem Umsatz von knapp unter 4,5 Mrd. EUR ausgehen. Das Konzernergebnis dürfte ihres Erachtens in diesem - wie auch im kommenden Jahr - auf einem vergleichbaren Niveau zu 2007 liegen.

Aufgrund der gesunkenen Multiples und der Free-Cashflow-Entwicklung ermitteln die Analysten vom Bankhaus Lampe anhand des Mittelwertes aus dem Peer-Group-Vergleich und einem Discounted-Cashflow-Modell aktuell einen fairen Wert von 58,00 EUR, womit sie ihre Kaufempfehlung für die Schmolz + Bickenbach-Aktie bestätigen. Auf dem aktuellen Preisniveau sei die Aktie mit einem KGV von unter 7 sehr attraktiv. Das Kursziel werde von 72 auf 58 EUR gesenkt. (Analyse vom 13.08.2008) (13.08.2008/ac/a/a)



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