|
News - Ausland
|
19.08.2008
Wienerberger muss Gewinnrückgang im ersten Halbjahr hinnehmen
aktiencheck.de
|
www.optionsscheinecheck.de
|
Wien (aktiencheck.de AG) - Der österreichische Baumaterialhersteller Wienerberger AG (ISIN AT0000831706/ WKN 852894) musste im ersten Halbjahr aufgrund der schwachen Entwicklung in einigen Teilmärkten einen deutlichen Ergebnisrückgang ausweisen.
Wie der Konzern am Dienstag erklärte, lag der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) im ersten Halbjahr bei 136,0 Mio. Euro, nach 166,6 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Beim Nachsteuergewinn wurde ein Rückgang um 30 Prozent auf 98,6 Mio. Euro ausgewiesen, nachdem man im Vorjahreshalbjahr noch einen Nachsteuergewinn von 140,1 Mio. Euro verbucht hatte. Beim Ergebnis je Aktie wurde ein Rückgang von 1,57 Euro auf 1,04 Euro verbucht. Der Umsatz verbesserte sich im Vorjahresvergleich leicht von 1,23 Mrd. Euro auf 1,26 Mrd. Euro, was einem Plus von 3 Prozent entspricht.
Wesentliche Ursache für den deutlichen Ergebnisrückgang waren die deutlich verschlechterten Rahmenbedingungen in den USA, Großbritannien und Deutschland, die zu einem deutlichen Umsatz- und Ergebnisrückgang in diesen Regionen geführt hatten: In diesen drei Märkten verzeichnete man auf bereinigter Basis einen Rückgang beim EBITDA um 36 Mio. Euro. Demgegenüber entwickelte sich der Bereich Zentral-Osteuropa weiterhin gut.
"In Osteuropa konnte die Baukonjunktur im ersten Halbjahr weiter zulegen, allerdings hat sich in einigen wichtigen Märkten das makroökonomische Umfeld deutlich verschlechtert. Auch haben die Inflation sowie steigende Energiekosten zu einem sukzessiven Anstieg der Produktionskosten geführt, den wir nicht zur Gänze über Preiserhöhungen ausgleichen konnten. Stillstands- und Leerkosten haben unser Ergebnis im ersten Halbjahr zusätzlich belastet. Wienerberger ist ein sehr kosteneffizient geführtes Unternehmen, wir generieren hohe Cash Flows und haben ein breites geografisches Portfolio, durch das wir Schwächen in einzelnen Märkten abfedern können. Der Marktentwicklung können wir uns zwar nicht entziehen, dank dieser Stärken sind wir jedoch gut gerüstet, um uns auch in schwierigen Zeiten gut behaupten zu können", erklärte der Vorstandschef Wolfgang Reithofer.
Angesichts des weiterhin schwierigen Marktumfelds kündigte der Konzern forcierte Optimierungsmaßnahmen und aktives Kapazitätsmanagement in der Produktion an. Neben Restrukturierungen in schwachen Märkten wie Deutschland und Großbritannien werden mittelfristig geplante Optimierungen auch im übrigen Werksnetz zeitlich vorgezogen. Kleinere, ältere Werke werden vom Markt genommen und die Produktion in größere, kosteneffizientere Werke verlagert. Den Angaben zufolge sind rund 25 Produktionsstandorte von Stilllegungen bzw. Schließungen betroffen. Die daraus für das Jahr 2008 resultierenden Restrukturierungskosten schätzt die Wienerberger auf ca. 25 Mio. Euro, weitere 25 Mio. Euro werden an Sonderabschreibungen anfallen. Auf Basis dieser Maßnahmen rechnet die Gruppe ab 2009 mit einer Reduktion der Kosten von rund 30 Mio. Euro.
Die Aktie von Wienerberger notierte zuletzt bei 17,80 Euro. (19.08.2008/ac/n/a)
|