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Analysen - Ausland
22.08.2008
Wienerberger akkumulieren
Erste Bank

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Wien (aktiencheck.de AG) - Franz Hörl, Analyst der Erste Bank, bewertet die Aktie von Wienerberger (ISIN AT0000831706/ WKN 852894) unverändert mit "akkumulieren".

Wienerberger habe bereits am 1. Juli vor stark rückläufigen Ergebnissen im zweiten Quartal gewarnt, weshalb die Veröffentlichung der Zahlen diese Woche aus Sicht der Analysten keine größeren Überraschungen mehr geboten habe. Nach einem starken ersten Quartal seien die Umsätze in 2Q/2008 um 4% (EUR 689,7 Mio.) und das EBITDA um 18% (EUR 141,1 Mio.) gesunken.

Der operative Gewinn (inkl. EUR 5,8 Mio. Restrukturierungsaufwendungen) sei um 31% auf EUR 87,6 Mio.) gesunken. Die Rückgänge seien hauptsächlich volumengetrieben bei gleichzeitig höheren Kosten (Energie, Personal) gewesen. Das Nettoergebnis nach Minderheiten und Hybridquartal habe mit EUR 58,8 Mio. im zweiten Quartal etwas unterhalb der Erwartungen gelegen.

Strengere Kreditvergabe, höhere Finanzierungskosten und eine abnehmende Wirtschaftsdynamik gekoppelt mit Kosteninflation hätten sich zunehmend nach den USA auch auf den europäischen Häusermärkten bemerkbar gemacht. Besonders betroffen davon seien bereits Großbritannien und Italien. Auch der deutsche Markt schwäche sich von einem bereits niedrigen Vorjahresniveau weiter ab. Die Märkte in Zentral-Osteuropa hätten sich generell bisher besser entwickelt, wenngleich im zweiten Quartal (von einem hohen Niveau) auch bereits Umsatz- und Ergebniseinbußen hätten hingenommen werden müssen.

In den wichtigen - bisher positiveren - westeuropäischen Märkten Frankreich, Belgien und den Niederlanden bereite sich Wienerberger ebenfalls auf einen Abschwung vor. Wienerberger schließe zunächst 25 kleinere Werke und kürze die Investitionen insbesondere nach 2008. Daraus würden für dieses Jahr EUR 50 Mio. Schließungskosten erwartet.

Als neuer Ausblick habe Wienerberger einen (operativen) EBITDA-Rückgang von nicht mehr als 15% im Gesamtjahr bekannt gegeben. Dies läge etwas über den Schätzungen der Analysten der Erste Bank. Gleichzeitig gehe das Management aus heutiger Sicht von keiner Verbesserung des wirtschaftlichen Umfeldes vor 2010 aus.

Da die Ergebnisse im Rahmen ihrer Erwartungen lagen und der Ausblick mit einiger Unsicherheit behaftet ist und keine wesentlichen neuen Einsichten bot, bleiben die Analysten der Erste Bank vorerst bei ihren Schätzungen und der "akkumulieren"-Empfehlung für die Wienerberger-Aktie. Trotz des für die nächste Zeit schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes sei die Aktie auf längere Sicht auf dem aktuellen Niveau interessant. Das Kursziel sehe man bei EUR 21,00. (Analyse vom 22.08.2008) (22.08.2008/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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