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Analysen - DAX 100
04.11.2008
GEA Group kaufen
Bankhaus Lampe

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Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Gordon Schönell, stuft die Aktie der GEA Group (ISIN DE0006602006/ WKN 660200) von "halten" auf "kaufen" hoch.

Am Freitag habe GEA Group die Zahlen zum dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres veröffentlicht. Die Wachstumsraten beim Auftragseingang und bei den Umsätzen würden nicht mehr diese deutlichen Zuwächse wie in den letzten Quartalen zeigen. Hierfür seien sich im Wesentlichen drei Punkte verantwortlich. Zum einen werde das Bioethanol-Geschäft reduziert, im Segment Process Technology jage man nicht mehr den großen Aufträgen hinterher, welche meist geringe Margen aufweisen würden, und zuletzt sei die Akquisition Procomac im dritten Quartal 2007 konsolidierungsbedingt mit sechs Monaten eingegangen.

Die Strategie im Segment Process Technology zeige sich besonders deutlich mit Blick auf die beiden Segmente. Die Wachstumsraten beim Auftragseingang und beim Umsatz häten unter denen des Segments Energy and Farm Technology (+3,9% vs. +9,1% bzw. -2,7% vs. +18,6%) gelegen, während die EBIT-Marge deutlicher habe verbessert werden können (+278 Basispunkte vs. +103 Basispunkt).

Die verlustbringende RuhrZink sei erwartungsgemäß als "discontinued operation" ausgewiesen worden und belaste das Quartalsergebnis mit -70,4 Mio. Euro im Wesentlichen durch Abschreibungen. Des Weiteren müsse GEA Group immer noch Aufwendungen im Zusammenhang mit der bereits verkauften Lentjes verkraften. Beim Verkauf an die A-TEC habe GEA Group vereinbart, Chancen und Risiken für weitgehend fertig gestellte Projekte zu übernehmen. Hier würden die Risiken nun in Form von Extra-Aufwendungen in Höhe von 56,1 Mio. Euro auf die GEA Group zurückfallen.

Gemäß der in schwierigen Zeiten oft zu hörenden Aussage "Cash is king" setze die GEA Group ihr Aktienrückkaufprogramm aus und passe die Prognose zum Gearing von 40% des Eigenkapitals auf 30% an, was keinesfalls mit Finanzierungsproblemen in Zusammenhang zu bringen sei und was die Analysten durchaus begrüßen würden. Die Ziele hinsichtlich Umsatz und Marge für 2008 seien erwartungsgemäß bestätigt worden. Für 2009 plane die Gesellschaft ein Umsatzwachstum (inkl. Akquisitionen) von 5% sowie eine Marge in den Kernsegmenten von über 10%.

Die in diesem konjunkturellen Umfeld guten Aussichten würden angabegemäß auf dem hohen Auftragsbestand (2,8 Mrd. Euro), den laufenden Auftragseingängen sowie deren stetig besseren Margen basieren. Die Analysten vom Bankhaus Lampe sind für 2009 allerdings aufgrund ihres gesamtwirtschaftlichen Szenarios weiterhin pessimistischer, haben ihre Schätzungen aber leicht nach oben korrigiert. Sie würden erwarten, dass GEA Group in den nächsten Quartalen eine relative Stärke in Bezug auf die Geschäftsentwicklung zeigen werde.

Mit Blick auf die sich daraus ergebende historisch niedrige Bewertung stufen die Analysten vom Bankhaus Lampe den GEA Group-Titel von "halten" auf "kaufen" hoch. Das neue Kursziel laute 14,50 Euro nach zuvor 10,50 Euro. (Analyse vom 04.11.2008) (04.11.2008/ac/a/d)



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