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News - Ausland
27.02.2009
Erste Group muss deutlichen Gewinnrückgang ausweisen, nimmt Staatshilfe in Anspruch
aktiencheck.de

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Wien (aktiencheck.de AG) - Die Erste Group Bank AG (ISIN AT0000652011/ WKN 909943) musste im abgelaufenen Fiskaljahr angesichts deutlich gestiegener Rückstellungen für faule Kredite einen deutlichen Gewinnrückgang ausweisen.

Wie die österreichische Bankgesellschaft am Freitag erklärte, lag der Vorsteuergewinn im Gesamtjahr bei 576,2 Mio. Euro, nach 1,89 Mrd. Euro im Vorjahr. Während der Zinsüberschuss dank der starken Zugewinne in Osteuropa um 24,5 Prozent auf 4,91 Mrd. Euro anstieg, mussten die Rückstellungen für faule Kredite von zuletzt 454,7 Mio. Euro auf 1,07 Mrd. Euro erhöht werden. Deutlich schwächer präsentierte sich daneben das Handelsergebnis, welches gegenüber dem Vorjahr um 67,3 Prozent auf 114,7 Mio. Euro einbrach. Beim Nettoergebnis wurde gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang um 26,8 Prozent auf 859,6 Mio. Euro ausgewiesen, nachdem im Vorjahr noch ein Nettogewinn von 1,17 Mrd. Euro verbucht worden war.

Angesichts der unsicheren Gesamtsituation wollte der Finanzkonzern keine Prognose für das laufende Fiskaljahr abgeben. Gleichzeitig wurden die Perspektiven in vielen Ländern Zentral- und Osteuropas, in denen die Erste Bank aktiv ist, weiterhin als positiv eingeschätzt.

Wie der Konzern weiter ausführte, wird die Erste Bank weitere 2,7 Mrd. Euro aus dem staatlichen Hilfspaket aufnehmen, womit die Kernkapitalquote bezogen auf das Kreditrisiko von 7,2 auf 9,8 Prozent steigt. Für die staatlichen Mittel muss die Erste Bank Zinsen in Höhe von 8 Prozent pro Jahr zahlen.

Die Aktie der Ersten Bank notierte zuletzt in Wien bei 7,84 Euro. (27.02.2009/ac/n/a)


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