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Analysen - TecDAX
20.04.2009
Drägerwerk VZ halten
Bankhaus Lampe

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Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Leslie Iltgen, Analystin vom Bankhaus Lampe, bewertet die Aktie von Drägerwerk (ISIN DE0005550636/ WKN 555063, VZ) unverändert mit "halten".

Am 19. März habe Dräger die vollständigen Ergebnisse für das abgelaufene Geschäftsjahr veröffentlicht. Die Umsätze hätten trotz des Einbruchs im für den Konzern wichtigsten Quartal nochmals gesteigert werden können. Im Bereich Medizintechnik habe der Konzern einen Umsatzzuwachs in Höhe von 2,8% auf 1,24 Mrd. Euro (Vj.: 1,21 Mrd. Euro) generiert. Jedoch sei das EBIT (nach Einmalaufwendungen) mit 75,5 Mio. Euro (Vj.: 81,1 Mio. Euro) aufgrund des starken Euro, des Wachstums in Produktsegmenten mit niedrigeren Margen und des gestiegenen Wettbewerbs deutlich unter dem Vorjahreswert geblieben.

Die Einmaleffekte hätten sich auf 12,9 Mio. Euro (Vj.: 23,2 Mio. Euro) summiert. Im Bereich Safety seien die Umsätze um 10,9% auf 706,8 Mio. Euro (Vj.: 637,5 Mio. Euro) gestiegen. Das EBIT sei von Einmaleffekten in Höhe von 8,1 Mio. Euro stark geprägt gewesen, so dass ein Rückgang in Höhe von -12,1% auf 61,0 Mio. Euro gegenüber 69,4 Mio. Euro in 2007 zu verzeichnen gewesen sei. Vor Einmaleffekten habe das operative Ergebnis jedoch dem Vorjahresniveau entsprochen. Auf Konzernebene hätten sich die Einmalaufwendungen auf insgesamt 24,7 Mio. Euro summiert. Davon seien 9,6 Mio. Euro auf Personalmaßnahmen und 9,9 Mio. Euro auf IT-Restrukturierung entfallen. 2009 sollten keine Einmalaufwendungen anfallen.

Die Nettofinanzverschuldung sei um 2,4% auf insgesamt 329,8 Mio. Euro (Vj.: 322,0 Mio. Euro) gestiegen. Der Dividendenvorschlag liege bei 0,29 Euro je Stammaktie (Vj.: 0,49 Euro) bzw. 0,35 Euro je Vorzugsaktie (Vj.: 0,55 Euro). Eine detaillierte Guidance für das laufende Geschäftsjahr sei nicht gegeben worden. Beim Umsatz schließe das Management einen Rückgang von bis zu 5% gegenüber Vorjahr nicht aus. Mittelfristig solle das Wachstum der Nettoumsätze mindestens mit dem Marktwachstum korrelieren und man strebe eine EBIT-Marge von 10% an.

Das laufende Geschäftsjahr dürfte für Dräger unverändert schwierig bleiben. Eine angespannte Finanzlage bei Krankenhäuser, Verzögerungen bei der Aktualisierung der Produktpalette im Bereich Medizintechnik (Infinity ACS), zu erwartende höhere R&D-Ausgaben, eine rückläufige Nachfrage auch im Bereich Safety (u.a. seitens der Ölindustrie) und negative Währungseffekte dürften belasten. Ihre Schätzungen für 2009/2010 hätten die Analysten von 3,40 Euro auf 1,98 Euro bzw. von 3,66 Euro auf 2,45 Euro nach unten revidiert. Offen sei der mögliche Rückkauf des 25% Siemens-Anteils an der Dräger Medical AG & Co. KG. Finanzierungsgespräche hierzu würden laufen. Denkbar wäre nach Erachten der Analysten etwa die Finanzierung mittels eines Schuldscheindarlehens. Mehr Details hierzu erwarte man in den kommenden Wochen.

Die Analysten vom Bankhaus Lampe stufen die Aktie von Drägerwerk weiterhin mit "halten" ein. Das Kursziel sehe man nach wie vor bei 20,00 Euro. (Analyse vom 20.04.2009) (20.04.2009/ac/a/t)



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