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News - Ausland
21.04.2009
EVN kündigt Mazedonien Schiedsverfahren nach Investitionsschutzabkommen an
aktiencheck.de

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Maria Enzersdorf (aktiencheck.de AG) - Der österreichische Energieversorger EVN AG (ISIN AT0000741053/ WKN 878279) hat am Dienstag angekündigt der Republik Mazedonien, zum Schutz seiner in Mazedonien getätigten Investition im Zusammenhang mit dem Erwerb von 90 Prozent der Aktien der EVN Macedonia AD, dem einzigen Elektrizitätsverteilunternehmen des Landes, ein Verfahren gemäß dem Investitionsschutzabkommen zwischen Österreich und Mazedonien einzuleiten.

Hintergrund für die Ankündigung sind verschiedene Maßnahmen der Republik Mazedonien und einzelner Staatsbetriebe gegen EVN im Zusammenhang mit dem Engagement der EVN in der Republik Mazedonien. Dies betrifft unter anderem Forderungen aus unbezahlten Stromlieferungen aus der Zeit vor der Privatisierung (1995 -2004) im Ausmaß bis zu 93 Mio. Euro zuzüglich Zinsen, die gegen EVN Macedonia AD gerichtlich geltend gemacht wurden; die Verfolgung widerspricht dem Aktienkaufvertrag mit der Republik Mazedonien. Falls diese Maßnahmen nicht unmittelbar beendet werden, wird die EVN ein Schiedsverfahren nach den genannten Investitionsschutzabkommen einleiten. Mit diesem Schiedsverfahren soll vor allem die Umsetzung der Verpflichtungen der Republik Mazedonien aus den Investitionsschutzabkommen erreicht werden. Die Einleitung des Schiedsverfahrens gegen die Republik Mazedonien stellt auch eine Vorkehrung gegen die gegen EVN Macedonia AD gerichtete erstinstanzliche Gerichtsentscheidung zur zuvor genannten Thematik dar.

Die EVN-Aktie notierte zuletzt in Wien bei 11,29 Euro (+1,07 Prozent). (21.04.2009/ac/n/a)


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