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27.04.2009
Société Générale weist Spekulationen über Milliardenverlust zurück
aktiencheck.de
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Paris (aktiencheck.de AG) - Die französische Bankgesellschaft Société Générale S.A. (ISIN FR0000130809/ WKN 873403) hat am Montag Spekulationen über einen möglichen neuerlichen Milliardenverlust zurückgewiesen.
Die französische Tageszeitung "Liberation" hatte in ihrer heutigen Ausgabe unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, dass die französische Großbank im vergangenen Jahr weitere Verluste in Höhe von 5 Mrd. Euro in Zusammenhang mit Fehlspekulationen verbucht habe. Die Société Générale hatte 2008 durch Fehlspekulationen des Aktienhändlers Jérôme Kerviel, die laut dem Bericht lange Zeit in den Bilanzen der Großbank verheimlicht wurden, mit einem Verlust in Höhe von 4,9 Mrd. Euro für Schlagzeilen gesorgt.
Für den neuerlichen Milliardenverlust sei nach Informationen der Zeitung nicht ein einzelner Händler, sondern die Konzernsparte Société Générale Asset Management (SGAM) verantwortlich. Nach Angaben der Zeitung habe sich die Sparte beim Handel mit strukturierten Produkten verzockt, wobei die daraus entstandenen Verluste eine Größenordnung von bis zu 10 Mrd. Euro erreichen könnten.
Wie die Société Générale in ihrer im Anschluss veröffentlichten Pressemitteilung erklärte, habe die Tageszeitung die jeweiligen Informationen falsch dargestellt und interpretiert. So seien von der Konzernmutter Assets im Gesamtwert von 11,2 Mrd. Euro zu SGAM transferiert worden, um die Liquidität der jeweiligen Fonds der Konzerntochter zu garantieren. Die Tageszeitung habe unterdessen die bei dieser Transaktion verschobenen Vermögenswerte fälschlicherweise als Verluste von SGAM klassifiziert. Im vergangenen Jahr hat SGAM nach Aussage des Finanzkonzerns lediglich ein Minus von 258 Mio. Euro eingefahren.
Die Aktie der Société Générale verliert in Paris aktuell 3,83 Prozent auf 36,90 Euro. (27.04.2009/ac/n/a)
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