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News - Ausland
06.05.2009
Wienerberger in der Verlustzone
aktiencheck.de

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Wien (aktiencheck.de AG) - Der österreichische Baumaterialhersteller Wienerberger AG (ISIN AT0000831706/ WKN 852894) musste erwartungsgemäß in den ersten drei Monaten 2009 deutliche Rückgänge bei Umsatz und Ergebnis im Vergleich zum Rekordquartal 2008 hinnehmen.

Wie der weltweit größter Ziegelhersteller und die Nummer zwei bei Tondachziegel in Europa am Mittwoch bekannt gab, verringerte sich der Konzernumsatz um 37 Prozent auf 360,3 Mio. Euro. Belastet wurde die Geschäftsentwicklung einerseits von der weiteren Verschlechterung der makroökonomischen Rahmenbedingungen und andererseits von den winterlichen Witterungsverhältnissen. Geprägt war die Entwicklung durch deutliche Nachfragerückgänge in allen Märkten, wobei Osteuropa - insbesondere aufgrund der Rekordergebnisse im außerordentlich starken Vergleichsquartal 2008 - die deutlichsten Rückgänge zu verzeichnen hatte. Zudem hatten Fremdwährungseffekte einen negativen Einfluss auf die Umsatzentwicklung in der Region.

Das operative EBITDA ging wegen der geringen Nachfrage sowie aufgrund der Kosten aus verlängerten Werksstillständen um 82 Prozent auf 16,2 Mio. Euro zurück. Ferner verschlechterte sich das operative EBIT von 42,6 Mio. auf -29,0 Mio. Euro. Der Periodenverlust betrug 61,0 Mio. Euro, gegenüber einem Gewinn nach Steuern von 30,2 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Das bereinigte Ergebnis je Aktie ist von 0,26 auf -0,39 Euro gesunken (nach Abzug des Hybridkupons und bereinigt um Restrukturierungskosten).

Wienerberger rechnet für das Gesamtjahr 2009 mit einer Abschwächung ihrer Märkte, wobei das Ausmaß nur schwer absehbar ist.

In Wien stiegen die Titel von Wienerberger bisher um 1,52 Prozent und stehen aktuell bei 10,03 Euro. (06.05.2009/ac/n/a)


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