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Analysen - Ausland
22.05.2009
Österreichische Post halten
Erste Bank

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Wien (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der Erste Bank, Christoph Schultes, stuft die Aktie der Österreichischen Post (ISIN AT0000APOST4/ WKN A0JML5) unverändert mit "halten" ein.

Die Österreichische Post habe Zahlen zum ersten Quartal präsentiert, die alles in allem doch ein wenig enttäuscht hätten. Der Umsatz habe sich gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres um 2,4% auf EUR 595 Mio. verringert, was in erster Linie auf die schwache Entwicklung der Segmente Briefpost (-7,9%) und Infomail (-8,6%) zurückzuführen gewesen sei.

Dafür seien (neben der geringeren Anzahl an Werktagen) in erster Linie rückläufige Briefvolumina aufgrund der schlechten konjunkturellen Situation und Zurückhaltung bei Marketingausgaben und Werbeaktivitäten der Wirtschaft verantwortlich gewesen. Aufgrund der hohen Fixkosten übertrage sich ein schrumpfender Umsatz sofort auf das operative Ergebnis. Das um Einmaleffekte bereinigte EBITDA habe ein Minus von -25% verzeichnet, das Nettoergebnis habe mit knapp EUR 34 Mio. um 19,5% unter dem des Vorjahres gelegen. Die Rezession habe also auch die Österreichische Post erreicht. Das Management habe keinen Ausblick für das Gesamtjahr mehr geben wollen.

In der neuen Analyse dieser Woche seien diese Tendenzen bereits berücksichtigt. Die Analysten würden jedoch davon ausgehen, dass sich die Situation in den kommenden Quartalen ein wenig verbessere. Die Wahlen im zweiten und dritten Quartal und die Akquisition von Hermes Logistics als alten bzw. neuen Kunden sollten der Post helfen, die Umsätze (und damit letztendlich auch das Ergebnis) einigermaßen zu stabilisieren. Unterm Strich könnte (was das Nettoergebnis betrifft) sogar etwas mehr herausschauen als im letzten Jahr, da das vierte Quartal 2008 von massiven negativen Einmaleffekten geprägt gewesen sei, die die Analysten für heuer nicht erwarten würden.

Dennoch müsse man deutlich erkennen, dass die Krise auch die Österreichische Post nicht verschone. Die Basisdividende von EUR 1,50 pro Aktie sei vor wenigen Tagen gezahlt worden, die Bonusdividende (EUR 1,00) werde am 20. August fällig. Die Aktie der Österreichischen Post sei - was die Dividenden anbelange - nach wie vor attraktiv, im Moment sei dies aus Sicht der Analysten für eine Kaufempfehlung aber zu wenig.

Die Analysten der Erste Bank bleiben bei ihrer neutralen Sicht "halten" für die Aktie der Österreichischen Post. Das Kursziel hätten sie von EUR 26 auf EUR 24 reduziert. (Analyse vom 22.05.2009) (22.05.2009/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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