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Analysen - Ausland
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13.05.2009
Wienerberger halten
Raiffeisen Centrobank
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www.optionsscheinecheck.de
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Wien (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der Raiffeisen Centrobank, Klaus Ofner, rät nach wie vor zum Halten der Wienerberger-Aktie (ISIN AT0000831706/ WKN 852894).
Wienerberger habe ein schwaches erstes Quartal berichtet, in dem der Umsatz um 37% im Jahresvergleich auf EUR 360 Mio. und der bereinigte operative Gewinn (EBITDA) um 82,5% auf EUR 16,2 Mio. eingebrochen seien. Besonders schwach sei die Entwicklung im Segment Zentral-Osteuropa gewesen, wo, wie in den anderen Konzernsegmenten bedingt durch die generelle Marktschwäche und ungünstigere Wetterbedingungen und zusätzlich durch Währungseffekte und dem Vergleich zum Rekordquartal 1Q 08, der Umsatz um 54% und das bereinigte Segment-EBITDA um 85% im Jahresvergleich gesunken sei.
Hauptgründe für die Erhöhung des Kursziels seien einerseits Sparmaßnahmen die schneller und in einem höher als erwarteten Ausmaß schon im ersten Quartal hätten gezeigt werden können und andererseits die teilweise Verlängerung der Laufzeiten von Bankverbindlichkeiten. Während die Finanzierungssituation zu Beginn des Jahres sich noch deutlich angespannter dargestellt habe und die Analysten davon ausgegangen seien, dass das Unternehmen möglicherweise in eine Kapitalerhöhung gedrängt werden könnte, könne mit der Reduktion des Refinanzierungsbedarfs bis 2011 von EUR 429 Mio. auf EUR 224 Mio. nun entspannter die schwierige Lage im operativen Geschäft in Angriff genommen werden. Im Jahr 2008 habe das Segment Zentral-Osteuropa 37% zum Umsatz, jedoch 60% zum Konzern-EBITDA beigetragen.
Aufgrund der dominanten Stellung im Hinblick auf die Konzernprofitabilität und die schwache Ergebnisentwicklung in 1Q 09 dieses Segments sehen die Analysten der Raiffeisen Centrobank das Kurspotenzial der Wienerberger-Aktie als derzeit beschränkt und bestätigen daher ihre Anlageempfehlung "halten". Das Kursziel hebe man auf EUR 8,50 an. (Analyse vom 13.05.2009) (13.05.2009/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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