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Analysen - Ausland
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27.05.2009
Procter & Gamble halten
Raiffeisen Centrobank
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Wien (aktiencheck.de AG) - Die Analystin Christine Nowak von der Raiffeisen Centrobank empfiehlt weiterhin, die Aktie von Procter & Gamble (ISIN US7427181091/ WKN 852062) zu halten.
Procter & Gamble (P&G) sei Amerikas größter Hersteller von Haushaltsprodukten. Das in Cincinnati angesiedelte Unternehmen verkaufe über 300 Marken in mehr als 180 Ländern. Rund 70% der Umsätze würden in Nordamerika und Westeuropa erzielt. Zu den wichtigsten Produktbereichen würden Reinigungsmittel (Ariel, Dash, Mr. Proper), Babypflege (Pampers), Kosmetik/Hygiene (Olay, Cover Girl, Clairol, Wella, Crest, Scope), Nahrungsmittel (Pringles) und Pharmazeutika (Osteoporose, Arthritis, usw.) zählen. Die Akquisition von Gillette (USD 53 Mrd.) sei Ende 2005 abgeschlossen worden.
Konsumentenorientierung und Produktinnovation würden die kompetitive Position stützen. Es gebe einen Lagerabbau der Einzelhändler. Es herrsche Konkurrenzdruck in allen Produktsparten.
Unterstützt durch Sondereffekte (z. B. geringere Steuer- und Zinsbelastung) habe der Gewinn pro Aktie um zwei Prozent auf USD 0,84 erhöht werden und damit die Analystenerwartungen von USD 0,80 übertroffen werden können. Die Verbesserung der operativen Marge um 30 BP auf 20,3% sei hauptsächlich auf Einsparungen beim Werbeetat zurückzuführen gewesen. Der Umsatz in der Beauty-Sparte (ein Drittel der Gesamtumsätze) sei um neun Prozent gefallen. Ein Ausgleich solle durch höherwertige Produkte und Männerpflegeprodukte geschaffen werden. Kleinere Zukäufe im Beauty-Bereich würden angestrebt, um das bestehende Produktportfolio abzurunden.
Hohes Wachstumspotenzial werde weiterhin in den Emerging Markets gesehen, wenngleich sich die CEE-Märkte zuletzt nicht mehr ganz so zufrieden stellend entwickelt hätten. Die Positionierung im lateinamerikanischen Raum sei noch gering. Der Nettoumsatz sei um acht Prozent zurückgegangen. Das organische Wachstum habe nur um ein Prozent zunehmen können. Dem rückläufigen Mengenabsatz um fünf Prozentpunkte habe ein höherer Produkt-/Preismix von sechs Prozentpunkten gegenübergestanden. Es gebe Belastungen durch Währungseffekte und nach wie vor hohe Rohstoffkosten.
Mit dem schlechten wirtschaftlichen Umfeld habe auch P&G weiterhin zu kämpfen. Der zunehmende Druck durch billigere Supermarkt-Eigenmarken habe dazu geführt, dass die organischen Umsatzerwartungen für das laufende Geschäftsjahr 2008/09 nochmals nach unten revidiert worden seien. Trotz massiver Kosteneinsparungen, sei es nun in der Verwaltung und Vertrieb sowie bei den Rohstoffen, werde es vorerst nicht möglich sein, mit markanten Margenverbesserungen aufwarten zu können. Die starke Produktkonkurrenz werde höhere Werbeetats erfordern, um Marktanteile nicht zu verlieren.
Da die Analysten der Raiffeisen Centrobank die Prognosen für das kommende Geschäftsjahr 2009/10 (Anfang Juli) noch gerne abwarten würden, empfehlen sie vorerst weiterhin, die Aktie von Procter & Gamble zu halten. (Analyse vom 27.05.2009) (27.05.2009/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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