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Analysen - Nebenwerte
01.06.2009
GERRY WEBER kaufenswert
TradeCentre.de

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Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" stufen die Aktie von GERRY WEBER (ISIN DE0003304101/ WKN 330410) weiterhin als kaufenswert ein.

Der Modezar aus Ostwestfalen erwarte in der Modebranche mehr Insolvenzen. "Viele Marken werden diese Krise nicht überleben und vom Markt verschwinden. Die Spreu vom Weizen wird sich trennen", das sage Gerhard Weber, Vorstandschef der GERRY WEBER AG im Gespräch mit "TradeCentre.de". Da es derzeit vielen Modefirmen schlecht gehe oder diese sich von einzelnen Teilen trennen würden, bekomme Weber zahlreiche Angebote auf den Tisch andere Unternehmen und Marken zu kaufen.

"Wir haben jedoch kein Interesse. Wir entwickeln lieber unsere eigenen Labels. Das hat sich in den vergangenen Jahren als richtig erwiesen und gilt auch für die Zukunft. Wir benötigen keine Übernahme, um zu wachsen", erkläre der CEO. Dank dem Ausleseprozess werde das Unternehmen Marktanteile gewinnen, sei Weber überzeugt. "Bei der Damenmode für Frauen zwischen 35 und 65 gewinnen wir in Europa immer mehr Marktanteile. Diese Position bauen wir aus. Wir sind heute schon der Leuchtturm der Branche."

Die Eier legende Wollmilchsau sei allerdings auch nicht im westfälischen Halle zuhause. "Wir müssen kämpfen. Die Situation ist knallhart. Wegen unserer starken Marken und guten Einzelhandelsstruktur schlagen wir uns besser als die Branche", sage Weber. Durch den Währungsverfall im Ostblock, in Skandinavien und England würden sich diese Länder unterdurchschnittlich entwickeln. Das Ausland entwickle sich - bis auf die besagten Länder - aber positiv, ergänze der CEO. "Im Groben sind wir zufrieden und liegen nach Ablauf des zweiten Quartals voll im Plan", betone Weber.

Für das Geschäftsjahr 2008/2009 per Ende Oktober steuere der Ostwestfale einen Umsatz von 600 Millionen Euro und eine EBIT-Marge von zwölf Prozent an. "Wir sind zuversichtlich diese Ziele zu erreichen und ein neues Rekordjahr abzuliefern", sage Weber. Der Optimismus resultiere aus den Zwischenkollektionen für den Herbst/Winter. "Bei einzelnen Kollektionen haben wir sogar zweistellige Zuwächse", teile der Firmenchef mit. Vor Steuern und Zinsen errechne sich ein Gewinn von 72 Millionen Euro. Abzüglich Zinsen und des Zugriff des Fiskus rechne man mit einem Profit von mehr als 40 Millionen Euro oder einen Gewinn je Aktie von mindestens 1,80 Euro.

Das Unternehmen strebe weiteres Wachstum über die Eröffnung eigener Stores an. Jährlich sollten 100 neue Läden eröffnet werden. 40 davon in Eigenregie. "Wir geben Gas in der Krise", so Weber. Rund 30 Millionen Euro werde die Gesellschaft in diesem Wirtschaftsjahr investieren. Die Investitionen würden komplett vom operativen Cashflow gestemmt. Weber steuere nach wie vor mittelfristig ein Umsatzvolumen von einer Milliarde Euro an. Die EBIT-Marge solle auf 15 Prozent steigen.

"Das Ziel haben wir für 2012 vorgegeben. Die Vorgabe kann sich auf der Zeitachse aber etwas nach hinten verschieben. Wir nehmen nicht mehr jeden Auftrag an, da wir in etlichen Ländern, die durch den Währungsverfall Schwierigkeiten haben, sehr genau hinschauen und Ertrag vor Umsatz stellen, um unsere gute Forderungsausfallquote von 0,1 Prozent nicht zu gefährden." Da Weber heiß auf Gewinne und nicht umsatzgeil sei, könnte das Margenziel somit eher erreicht werden als die Umsatzmilliarde.

Der Schneider aus Halle sei angesichts der wirtschaftlichen Turbulenzen fit wie ein Turnschuh. Die Aktie sei mit einem KGV von acht für dieses Jahr unverändert günstig zu haben.

Nach Ansicht der Experten von "TradeCentre.de" ist ihr Dauerfavorit, die GERRY WEBER-Aktie, unverändert kaufenswert. (Analyse vom 01.06.2009) (01.06.2009/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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