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Analysen - Ausland
26.06.2009
Österreichische Post kaufen
Raiffeisen Centrobank

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Wien (aktiencheck.de AG) - Bernd Maurer, Analyst der Raiffeisen Centrobank, stuft die Aktie der Österreichischen Post (ISIN AT0000APOST4/ WKN A0JML5) mit "kaufen" ein.

Obwohl die Beschlussfassung über das neue österreichische Postmarktgesetz allem Anschein nach auf Herbst verschoben worden sei, werte man den Erstentwurf als gutes und akzeptables Rahmenwerk aus Sicht der Österreichischen Post. Als Hauptpunkte nenne man die notwendige Lizenz der Mitbewerber, die Forderung einheitlicher Lohnstandards, Kompensationszahlungen für die Erbringung des Universaldienstes, eine Festschreibung von Postservicestellen anstelle von Postämtern und die Übergangsfrist zur Umrüstung der Hausbrieffachanlagen.

Neben dem neuen Postmarktgesetz sehe man die Bestellung von Georg Pölzl als neuen CEO als positiv. Darüber hinaus zahle die Österreichische Post am 20. August eine Sonderdividende in der Höhe von EUR 1,0 (entspreche einer Dividendenrendite von über 5%). Die defensiven Qualitäten des Unternehmens (Nettocash-Position von EUR 220 Mio. zu Jahresende 2009 erwartet, hoher Anteil des weniger zyklischen Transportes von temperaturgekühlter Ware und Pharmazeutika innerhalb des ansonsten stark konjunkturabhängigen Paket & Logistiksegmentes, hohe Dividendenrendite) sollten nun wieder verstärkt den Fokus auf die Aktie der Österreichischen Post lenken, vor allem auch aufgrund der Erwartung einer zunehmenden Volatilität an den Aktienmärkten über die Sommermonate.

Die Liberalisierung der Briefmärkte dürfte die Umsatzentwicklung im Briefsegment weniger stark beeinflussen als bisher erwartet. Es gebe langfristige Wachstumsperspektive in Osteuropa und eine starke Marktposition am österreichischen Heimatmarkt. Die Dividendenrendite und der Free Cash Flow seien hoch.

Obwohl die Effekte schwächer als bisher erwartet anzunehmen seien, werde die
Liberalisierung zu einer Verschlechterung der Marktposition führen. Der hohe Fixkostenanteil führe zu einer negativen Entwicklung der Preis-Kosten-Schere. Hohe Rückstellungen, Restrukturierungskosten und Sonderabschreibungen könnten die Ergebnisse belasten.

Das Kursziel berechne sich aus dem fairen Wert des DCF-Analystenmodels plus die Dividende für das Geschäftsjahr 2009. Einen Peer-Group-Vergleich erachte man aufgrund der Inhomogenität des Sektors als weniger Aussagekräftig. Bereinigt um die Rückstellung für Unterauslastung und außerordentlichen Abschreibungen werde die Aktie aktuell zu einem bereinigten KGV von 9,3 für 2009 und 2010 gehandelt.

Die Analysten der Raiffeisen Centrobank bewerten die Aktie der Österreichischen Post mit dem rating "kaufen". Das Kursziel sehe man bei EUR 24,00. (Analyse vom 26.06.2009) (26.06.2009/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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