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Analysen - Ausland
25.09.2009
IMMOEAST positive Einschätzung
Erste Bank

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Wien (aktiencheck.de AG) - Gernot Jany, Analyst der Erste Bank, bestätigt seine positive Einschätzung für die Aktie von IMMOEAST (ISIN AT0000642806/ WKN A0BLUL).

Die von der IMMOEAST vorgelegten Zahlen zum 1. Quartal 2009/10 seien deutlich besser ausgefallen als erwartet. Das Ergebnis nach Steuern habe nach einigen negativen Quartalen ins Plus gedreht und sei bei EUR 108,2 Mio. zu liegen gekommen. Grund hierfür sei neben einem ausgeglichenen Bewertungsergebnis von EUR 7,3 Mio. eine beinahe Verdreifachung des operativen Ergebnisses (EBITDA) auf EUR 97,9 Mio. gewesen. Zwar sei das Bewertungsergebnis bei bestehenden Immobilien insbesondere aufgrund von Währungseffekten mit EUR -124,0 Mio. erneut negativ gewesen, dieses sei jedoch durch Aufwertungen bei Entwicklungsprojekten in Höhe von EUR 102,1 Mio. kompensiert worden (Änderung der Bestimmungen des IAS 40).

Der starke Anstieg beim operativen Ergebnis sei zwar zu einem wesentlichen Teil auf die Erstkonsolidierung der IMMOAUSTRIA zurückzuführen gewesen, aber auch das um diesen Faktor bereinigte EBITDA habe deutlich zulegen können (+73% gegenüber 1Q08/09), was neben Einsparungen auf der Kostenseite auch auf Immobilienverkäufe zurückzuführen gewesen sei. Insgesamt gehe der Vorstand der IMMOEAST/IMMOFINANZ von einem Kosteneinsparungspotenzial von rd. EUR 50 Mio. auf Gruppenebene aus. Weitere negative Anpassungen im Portfolio könnten zwar nicht ausgeschlossen werden, der Vorstand habe sich jedoch zuversichtlich gegeben, im Geschäftsjahr 2009/10 ein positives Ergebnis erreichen zu können. Aufgrund des positiven Quartalsergebnisses habe sich der NAV pro Aktie gegenüber dem Vorquartal leicht um rd. 2,3% auf EUR 7,25 erhöht.

Keine deutliche Verschlechterung des Marktumfeldes vorausgesetzt, gehe man davon aus, dass die negativen Wertanpassungen in den nächsten Quartalen rückläufig sein sollten und durch Kosteneinsparungen und vereinzelte Verkäufe abgefangen werden könnten. Man gehe somit wie auch der Vorstand der IMMOEAST von einem positiven Jahresergebnis aus, womit auch der Boden beim NAV mehr oder weiniger erreicht sein sollte.

Neben der Präsentation der Quartalszahlen habe sich der Vorstand der IMMOEAST während der Pressekonferenz auch zum aktuellen stand des Restrukturierungsprozesses geäußert. Das Hauptaugenmerk liege nach wie vor auf Liquidität und operativem Cashflow. Neben Kosteneinsparungen solle vor allem der Verkauf von Immobilien insbesondere in Rumänien und Russland frisches Kapital in die Kassen spülen und zur Optimierung des Portfolios beitragen.

Dieses könnte wiederum verwendet werden, um derzeit stillgelegte Entwicklungsprojekte sukzessive zu reaktiveren. Die Verhandlungen bzgl. der Internalisierung der Managementverträge würden sich nach wie vor schwierig gestalten, ebenso wie der Vergleich mit der Constantia Packaging BV hinsichtlich des IBAG Bonds.

Des Weiteren seien weitere Details zur BUWOG-Affäre bekannt worden. Lt. Hr. Zehetner seien die Provisionszahlungen von der CPB Corporate Finance Consulting an die IMMOEAST Beteiligungs GmbH weiterverrechnet worden, obwohl diese in die Transaktion nicht involviert gewesen sei. Damit würden sich die Forderungen der IMMOFINANZ-Gruppe gegen die Constantia Privatbank weiter erhöhen, insgesamt gehe der Vorstand von einer Forderung von rd. EUR 250 Mio. aus. Hr. Zehetner habe des Weiteren sein Bestreben bekräftigt, IMMOEAST und IMMOFINANZ zu fusionieren. Das Austauschverhältnis sollte sich seiner Meinung nach an den NAVs der Gesellschaften orientieren.

Auf Basis des besser als erwarteten Quartalsergebnisses bleiben die Analysten der Erste Bank bei ihrer positiven Einschätzung für die Aktie der IMMOEAST, werden jedoch ihr Modell in den nächsten Tagen überarbeiten, da ihr Kursziel von EUR 4,2 nahezu erreicht ist. (Analyse vom 25.09.2009) (25.09.2009/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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