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Analysen - Ausland
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26.10.2009
China Unicom nur mit Limit-Orders arbeiten
Heibel-Ticker
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www.optionsscheinecheck.de
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Berlin (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "Heibel-Ticker" empfehlen bei der Aktie von China Unicom (ISIN US16945R1041/ WKN 939365) nur mit Limit-Orders zu arbeiten.
Der chinesische Mobilfunkbetreiber halte eine der drei Lizenzen, in China das 3G-Mobilfunknetz auszubauen. Ericsson sei mit dem Aufbau beauftragt worden und nun sei es auch für die Chinesen soweit: Das iPhone könne dort gekauft werden - exklusiv bei China Unicom. Die Experten von "Heibel-Ticker" haben den Eindruck, dass Anleger trotz der deutlichen Ergebnisunterschiede zwischen alten Mobilfunkanbietern und neuen Anbietern des mobilen Internets diesen Unterschied noch nicht realisieren. Andernfalls würden die mittelbar am 3G-mobilen Internet hängenden Unternehmen bereits wesentlich stärkere Kursanstiege haben. Doch nach Nokia, Sony Ericsson und Ericsson würden nun alle Mobilfunkaktien weltweit nach unten driften. Auch China Unicom habe in den vergangenen Tagen leicht abgegeben.
Das Unternehmen verzeichne nur ein mäßiges Umsatzwachstum. Dafür sei das KGV von 20 recht hoch. Doch die Experten von "Heibel-Ticker" denken, sie haben gefunden, was den Anlegern so gut gefällt: Der Umsatz des Festnetzgeschäftes betrug im ersten Halbjahr 4 Mrd. Euro, der Umsatz des Mobilfunkgeschäfts betrug 3,4 Mrd. Euro. Der Mobilfunkumsatz wachse mit 9% p.a., der Festnetzumsatz gehe mit 10% p.a. zurück. Es werde nicht mehr lange dauern, da übernehme der Mobilfunkumsatz die Führung im China Unicom-Konzern, und der Mobilfunkumsatz sei auch in China wesentlich profitabler als das Festnetzgeschäft.
Man werde von Rene Obermann niemals hören, dass das iPhone der Telekom das Überleben gerettet habe. Doch sollte man schauen, was man in den Schaufenstern der T-Punkte sehe: Nichts als iPhones. Das iPhone sei nicht nur ein Umsatzbringer, sondern es eigne sich auch für das Aufpolieren des eigenen Images. Die Telekom stehe somit plötzlich als ein innovatives Lifestyle-Unternehmen da. Und China Unicom werde in China einen ganz ähnlichen Effekt erleben.
Die Investitionen in das 3G-Netz seien teuer für Chine Unicom gewesen. Mit 7,7 Mrd. Euro sei der Schuldenberg halb so groß wie der Jahresumsatz. Doch die Finanzierung sei langfristig ausgelegt und die vereinbarten Zinsen seien für das chinesische Zinsniveau günstig. Die Experten von "Heibel-Ticker" machen sich keine Sorgen um die Bedienung und gegebenenfalls Verlängerung der Schulden.
Das iPhone gebe es in China, dem Land der Plagiate, schon lange - aber nur als gecrackte Version. Nun könne man das iPhone ganz legal kaufen und mit einem Mobilfunkpartner alle Vorteile nutzen. Nun, fast alle, denn die WLAN-Funktion sei dem iPhone in China untersagt worden. Doch daran würden sich viele Chinesen nicht stören und man rechne damit, dass es wie bei allen Apple-Kunden genügend Nachfrage geben werde, die ein legales iPhone dem gecrackten vorziehen würden.
Die Experten von "Heibel-Ticker" nehmen China Unicom aus drei Gründen in ihr spekulatives Portfolio auf: Erstens können sie sich vorstellen, dass die Einführung des iPhones in China dafür sorgen wird, dass das Unternehmen China Unicom an der Börse bekannter wird. Zweitens habe der Ausverkauf des Mobilfunksektors durch das schwache Ergebnis von Nokia andere Mobilfunkunternehmen in ihren Augen zu Unrecht mit in den Keller gezogen.
Und drittens würden sie schon lange nach einer Möglichkeit suchen, am chinesischen Wachstum durch eine geeignete Aktie partizipieren zu können. Da sie sich erst einmal langsam an die chinesischen Aktien herantasten möchten, würden sie bitten, diese Anlageidee als sehr spekulativ zu betrachten. Man werde sehen, wie sich der weltweite Mobilfunkmarkt auf China übertragen lasse. In Deutschland werde China Unicom unter der WKN A0RBTQ gehandelt, der Kurs betrage aktuell 0,91 Euro.
Die Experten von "Heibel-Ticker" würden bei der China Unicom-Aktie nur mit Limit-Orders arbeiten (wenig Handel in Deutschland, aber über die Zeit bekommt man alles, Limit 0,91 EUR) - ein Stopp-Loss-Limit würden sie bei 0,88 Euro vorsehen. Mal sehen, wann China Unicom erste Absatzzahlen für das iPhone veröffentliche. (Ausgabe 42 vom 23.10.2009) (26.10.2009/ac/a/a) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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